Montag, 27. Dezember 2010

Anonymous is child Porn

Als Antwort auf diesen Artikel:
OK I read "it's the same people who share childporn and declared you as a dumbfag. What the fuck is this? Anonymous is not an Organisation where you subscribe some membership formular, and from then on share childporn and rob grannys at night. Anonymous ist a decentralized "structure" (well not even this really) where everyone can participate or not if they're willing to. Anonymous has noone who says "You have to share Child Porn" oder "You have to Attack Mastercard". Someone says "We should do something", what "something" and why it should be done and ppl join these campaigns. Well who is the many that share CP? Is it you or do you know them in personal? If not so, stop distributing Bullshit. New leak tomorrow: Personal Information about Anonymous and all Members. This ist just stupid.

Well if you accuse WL of making it impossible for ppl to get "trusted Information" you have to ask yourself if the freedom of press is worth anything to you. WL published these information and maybe the US Military (where it is not known of the named private is the only one who leaked... wich seems not to be fantastic) and governement is reacting by creating a less open network or whatsover should there be nothing revealed to the public? Everyone could go "more underground" if he finds his documents leaked or published.

Oh and sure thing Assange is trying to avoid a legitimate process... did you ever do a research how much ppl were looked after international for such a trial like Assange? Did you follow the way Sweden handled this one? "Stop, you're a rapist" - "Oh, sorry we were wrong, feel free to go" - "WTF? Why have you left the country come back at once you're a rapist" - "Well then, we're looking for you with Interpol now". Did you read the blog(s) of the victims? Seems you just wanted to shout at something you never took the time to investigate or even look at yourself and Assange is a thankful victim. Big deal.

There are better leaking plattforms then WL I think, but your article is just a mindless flame imho.

Fehler bitte ich zu entschuldigen, ich war zu faul den text nochmal gegenzulesen.

Montag, 13. Dezember 2010

Operation: Payback

Viel Traffic auf den Leitungen die letzten Tage, jap, jap.
MasterCard, Visa, PostFinance, PayPal, schwedische Staatsanwälte, Palin, ... Mal erreichbar, mal unter der Last von DDoS Attacken zusammengebrochen.
Warum sollte man dem Kunden sowas antun? Der arme Kerl will doch nur wissen was los ist und diese bösen Terroristen Hacker rufen International den Krieg gegen alles gute aus. Scheißgeschichte.

Krieg. Tolles Schlagwort, das ich insbesondere in den amerikanischen Medien immer wieder höre, oder auch Cyberwar oder Cyberwarfare oder ganz viele weitere, tolle, absolut wichtig klingende Begriffe, die klarstellen, was für unmenschen da am Werk sind. Nunja, "das Internet" zeigt seine Dynamik, die Meinungsfreiheit wurde in der Sicht von vielen angegriffen und sie muss verteidigt werden. Eine Minderheit hat sich also entschloßen diese Verteidigung zu übernehmen. Ist das gerechtfertigt? In meinen Augen ja. MasterCard, Paypal und Visa haben beeindruckend gezeigt wie schnell sie auf beliebige Anweisungen in die Knie gehen oder irgendwelche Gründe suchen auf ihre Kunden zu scheißen. Das ist nämlich das was passiert. Die Empfänger und Sender der Spenden an WikiLeaks sind nämlich genau das: Kunden. Kunden deren Geld plötzlich irgendwo im nirgendwo festhängt, weil irgendjemand behauptet hat, da könnte evtl. etwas nicht so richtig legal sein. Was aber war bitte nicht legal? Gut die USA suchen verzweifelt nach mitteln Assange wegen Geheimnisverrat dranzukriegen, oder ihn gleich nen Kopf kürzer zu machen, vielleicht wegen "komischem Gesicht" oder sowas, aber momentan scheint es keine Rechtsgrundlage dafür zu geben. Also wie könnte man seinen Protest besser ausdrücken als die Werbeflächen der Verantwortlichen zu boykottieren? Und das passiert durch die DDoS Attacken. Niemand wird geschädigt, lediglich die Werbung wird vorübergehend blockiert. In etwa so wie wenn ich mich auf der Straße mit ein paar Leuten vor all die schönen blinkenden Werbetafeln stell. Sicherlich macht mich das zu einem schlechten Menschen aber ich muss auch hierzu einfach was loswerden:

Die ganzen Weicheier die rumheulen, wie böse diese Attacken seien und dass das niemals der Weg sein kann und illegal und blablabla, was denkt ihr eigentlich wie der Mensch zu seinen rechten, den sog. Menschenrechten gekommen ist? Da hat sich plötzlich ein Adeliger hingestellt und gesagt: Okay folks, ich sehe euch nun als Menschen an, wir sind jetzt alle gleich, heute Abend Party im Schloßkeller! - Wohl kaum, dafür wurde gekämpft, mit damals illegalen Mitteln - und die gilt es nun im Internet zu verteidigen - mit heute illegalen Mitteln. Und hier sind konkret angesprochen die Meinungs- und die Pressefreiheit.
Es freut mich natürlich, dass ihr die Petition so und so unterschrieben habt und euch gut bürgerlich in die Protestmenschenkette mit betroffenem Gesicht einreiht - und das klingt gerade vermutlich zynischer als es sein soll, ich meine das durchaus ernst - aber die DDoSenden freiwilligen stehen auf eurer Seite und nehmen ein Risiko auf sich um eure Sache zu unterstützen. Es ist ja okay, wenn ihr selber nicht wollt, nicht könnt oder das für Suspekt haltet, aber fallt ihnen doch bitte nicht mit pseudomoralischem Gelaber in den Rücken. Gefochten wird der gleiche Kampf, das Internet als einen Hort der Meinungsfreiheit und des freien Austausches zu erhalten, auf den weder Firmen, noch die Politik jemals einen Einfluß haben werden, wie in der realen Welt. Ein Netz in dem man Informationen ungefiltert tauschen kann, in dem man Meinungen tauschen kann, in dem man vllt. auch einfach nur reden kann. Soll das alles der Preis dafür sein, dass man es unmöglich findet sinnfreie Gesetze zu übertreten? Wollen wir auch die VDS oder das ZugErschwG? Wollen wir alles schweigend hinnehmen, weil vllt. irgendwann das Schwarz-Gelbe Pack mit 105% der Stimmen beschließt, dass Art 1. fortan heisst "Die CDSUFDP ist unantastbar"? Es geht hier nicht darum willkürlich schaden zu verursachen und irgendwen aus langeweile zu beschießen, es geht darum, dass ein Protest ausgedrückt werden soll, von den wenigen die ein Ziel haben, die ein freies und neutrales Netz erhalten möchten und von denen, denen es wichtig ist sich frei austauschen zu können.

Dienstag, 30. November 2010

Jansens Notausschalter für das Internet...

So hat sich Jansen seine Forderung nach dem Notaus des Deutschlandnetzes sicher nicht vorgestellt, aber bekommen hat er ihn. So ganz ohne Schalter. Das Internet kriegt endgültig seine Sendezeiten - na Gott sei Dank - und die ersten Reaktionen lassen auch nicht lange auf sich warten. [1]

Mir stellt sich mal wieder die Frage ob man Internetausdrucker wirklich regeln für die virtuelle Welt entwerfen lassen sollte. Sind wir ehrlich, wir haben alle, brav mit eintritt in die Pubertät angefangen uns nicht nur für die Sandförmchen des Nebenmannes zu interessieren - und davor waren uns all die bösen FSK 18 Inhalte des Lebens relativ egal. Wir haben zwar unsere Eltern mal gehört oder im Schlafzimmer erwischt, wir haben uns und/oder sie mal nackt gesehen und wir haben auch mal böse Doktorspielchen gespielt, völlig unschuldig, wir konnten nichts damit anfangen. Aber das tut nichts zur Sache, seit Jahrtausenden haben Generationen psychische Schäden weil sie Pr0n sehen. Endlich unternimmt jemand was. Der neue Jugendmedienschutz Staatsvertrag um genau zu sein. Wir brauchen nun Alterskennzeichen im bösen Internet. Wie gefährlich die Digitale Welt ist, sehen wir nicht zuletzt auf diversen sog. "Servern" auf denen sich Horden blutrünstiger Zeitgenossen treffen um sich gegenseitig auf möglichst brutale Weise aus dem Leben zu befördern. Aus dem virtuellen Leben, aber das tut ja nichts zur Sache. Derartige Elemente haben in der digitalen Gesellschaft nichts verloren, schon gar nicht wenn sie Jünger als 18 sind. Eigentlich sollte man die alle an die Wand stellen, aber wir leben ja leider in einem Rechtsstaat. Aber dagegen weiss man sich Gott sei Dank zu helfen.
Ja, was soll ich groß sagen? Wiedermal ganz großes Kino. Stopseiten haben sich nun eben auf anderem Wege etabliert und los geht die spaßige Zensiererei. Ein Haufen hirntoter hat gesprochen und wir folgen. Ich kann gar nicht beschreiben wie wütend ich mal wieder bin. Ist es irgendwie Voraussetzung den Hirntot diagnostiziert zu bekommen um in eine Position zu kommen, in der man etwas zu entscheiden hat?
Naja die Printmedien wird's freuen. Blogs, personal Websites und reihenweise Firmenseiten sowie Werbung, etc. dürften das Deutschlandnetz zügig verlassen. Wer hat schon lust sich auf entsprechende Abmahnungen einzustellen?

Damit ich auch schön brav durch alle Raster falle und Ü18 bin:
FICKEN, TITTEN, BUMSEN, BLASEN, LUTSCHEN, ONANIEREN, MASTURBIEREN.
Und auch noch eine Priese Gewalt:
KOPFSCHUSS, LEBERHACKEN, FRESSE POLIEREN, STEINE WERFEN, BOMBENATTENTATE, BOMBEN AUF DEN REICHSTAG
Und noch ein wenig Nazi:
HITLER.

So das reicht dann für heute. Ich geh mal Geld für die Abmahnungen verdienen. So ein Rudel Affen.

Ach eins noch: Irgendwie erinnern mich die Entscheidenden an die Sirius-Kybernetik-Corporation:

„Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis definiert die Marketing-Abteilung der Sirius-Kybernetik-Corporation als »ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt« […]. Komischerweise definierte ein Exemplar der Encyclopaedia Galactica, das das große Glück hatte, aus der tausend Jahre entfernten Zukunft herauszufallen, die Marketing-Abteilung der Sirius-Kybernetik-Corporation als »ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt wurden, als die Revolution kam«.“

Liebe Welt, es war nett mit euch im Internet gewesen zu sein. Deutschland geht jetzt endlich wieder Offline.

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blog-macht-wegen-neuem-Jugendschutzgesetz-dicht-Updates-1144566.html

Donnerstag, 25. November 2010

Feminismus und seine Gegner

Tja, die Mittagspause heute hat sich gelohnt. So sind wir auf einen Artikel von Alice Schwarzer gestoßen, der uns den restlichen Tag unterhalten hat. Mein Kollege quittierte ihn mit "Solche machen mich aggressiv."
Ich muss zugeben, ganz Teilen kann ich die Meinung nicht - ich finde kaum jemand ähnlich unterhaltsam wie Frau Schwarzer. Wie schafft man es, sich über 35 Jahre nicht fortzuentwickeln und sich trotzdem als den Mittelpunkt der Welt anzusehen? Eigentlich sollte der gesunde Menschenverstand nach spätestens 10 Jahren mal mit ner Keule vorbeischau'n und einem solange auf den Kopf hauen bis man wieder halbwegs klar denkt. Aber offensichtlich tragen manche stabile Helme.
Ich mein im Verlauf der letzten 25 Jahre hab ich ja bereits gelernt, dass der Teufel nicht durch seine Hörner zu identifizieren ist, sondern durch seinen Pe... durch seinen Schwanz. Wir sind böse. Von Grund auf böse. Unser Ziel ist es, dass sich die Frauen in unserer Umgebung sie mies fühlen wie nie zuvor. Wir sind auf Vernichtung programmiert. Wir klauen Frauen die Seelen. Und heterosexuelle Kontakte wurden endlich als das erkannt was sie sind: Ein reiner Akt der Unterwerfung.
Frau Schwarzer sieht also offensichtlich die Frauen in einer Rolle in der sie - weil sie Frauen sind - nicht in der Lage sind, Männern die Stirn zu bieten, sobald es um Sex geht. Beeindruckend, heisst es nicht immer der Feminismus ist darauf ausgelegt die Frauen zu stärken, zu emanzipieren? Der Weg aus einer patriarchalen Gesellschaft? Ganz offensichtlich können die Armen Frauen das nicht. Und die, die es geschafft haben die männliche Unterdrückung endlich nach langem Kampf zu überwinden und in einer heterosexuellen Partnerschaft als gleichberechtigter Partner leben, die sind eh alle schief gewickelt in der Birne. Wir verarschen die Frauen ja nur, denen würde es allen viel besser gehen, wenn sie endlich einsehen würden, dass Beziehungen nur Lesbisch sein dürfen.

Naja halten wir's kurz: Offensichtlich muss Alice Schwarzer einfach mal wieder gründlich durchgebürstet werden. Das ist ja der reinste Penisneid was die gute Frau da von sich gibt. Ich kenne genug emanzipierte Frauen die drauf stehen n Schwanz in der Hand oder an ganz anderen Körperstellen zu haben und mit anderen Frauen mal so gar nichts anfangen können. Sie führen ein gleichberechtigtes Leben und Partnerschaften unter Partnern. Gemeinsam. Mit ihrem männlichen Partner - zusammen. Ich kanns nicht oft genug betonen. Weder sind die Männer unmännlich, noch die Frauen unweiblich. Beide lachen zusammen, weinen zusammen, haben gemeinsam Spaß, streiten gemeinsam oder gegeneinander - und beide haben Spaß am Sex. So völlig ohne 2 Frauen. Gut 3er mal ausgenommen. Aber ja, wirklich, das gibt es, das Funktioniert.

Naja, ich zieh jetzt mal meine Geschlechtsorgane aus der Affäre, bevor sie auf schlechte Ideen kommt.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E1A7132276BB545768D5D4F21477CEE7C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Freitag, 12. November 2010

Tatort Internet

Ich denke ich hab mich genug dazu ausgelassen in meiner Fanpost an RTL2.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin wirklich schwer beeindruckt, dass sie Schund wie das Format "Tatort Internet" als aufklärerisch und sogar sinnvoll oder notwendig erachten.
Ich bin von den privaten ja nun wirklich jede Art der Jagd nach Quoten gewöhnt, aber dass diese auf dem Rücken von Missbrauchsopfern getragen wird halte ich für absolut unverantwortlich wenn nicht sogar absurd, und für geradezu beleidigend, das dieser Quatsch als eine "Hilfe" oder auch nur ein "Hilferuf" oder eine "öffentliche Darstellung eines Sachverhaltes" dargestellt wird.

In einer ihrer E-Mails haben sie das ganze Dokumentation genannt. Was wird denn dokumentiert? Haben sie jemals wissenschaftlich gearbeitet und eine Dokumentation gelesen, geschrieben oder auch nur aus der ferne gesehen? Sie orientieren sich bedingt an Fakten um Skandale in möglichst "unmenschlicher" Weise darzustellen, sie versuchen einen Lynchmob zu bilden, der entgegen jeglicher objektiver Beurteilung des "Tatort Internet" unsinnige Gesetze fordert. Herzlichen Glückwunsch für diese "journalistische Meisterleistung", die wir sicherlich auch im Keller der BILD wiederfinden.
Haben sie sich mal mit tatsächlichen Zahlen und Fakten beschäftigt?
Insgesamt wird das Internet als ein Tatort dargestellt an dem 20% der Verbrechen stattfinden (hierbei nicht kategorisiert). Also ein WELTWEITES, UNGEFILTERTES System, dass bei weit mehr Nutzern als Deutschland einwohner hat, finden 20% der Verbrechen die in Deutschland zur anzeige gebracht werden statt. Ich bin eigentlich nur minimal "schockiert".
Weiter im Text: Die Websperren wurde ja bereits von der Politik in betracht gezogen. Hätten sie sich bereits damals mit den Fakten auseinandergesetzt hätten sie vllt. den massiven Widerstand und die sinvolle Kritik daran mitbekommen - anscheinend war ihre Redaktion damals gerade in Urlaub. Grunderkentniss war: Das Netz ist _kein Tatort_. Dies haben übrigens diverse Kinderschutz- und Opferverbände die weniger politisch geprägt als die Aktionen von Fr. zu Guttenberg waren bestätigt. Dass das Netz ein Hilfsmittel sein kann, steht außer Frage, aber das gilt auch für das Telefon, Musik, Autos, Straßen, Flugzeuge, Wälder, Häuser, Keller, Wohnungen, Türen, Stricke, etc. Ist die logische Reaktion nun jeden der eine der aufgezählten Dinge kauft oder nutzt als potentiellen Pädophilen zu sehen? Das kann ja wohl kaum ihr ernst sein. Vllt. sollten sie neben der Quotenjagd mal etwas Rücksicht auf die Welt um sie herum nehmen und nicht jeden populistischen Scheiß als Dokumentation verkaufen. Tatort Internet ist ungefähr soviel "Dokumentation" wie die Bibel - es mag durchaus wahre Punkte geben, aber die aneinanderreihung und die Füllinhalte disqualifizieren sie.

Kommen wir nun zu einem erklärten Ziel ihrer Sendung: "Die Erhöhung des Schutzalters". Nun wie bekannt ist beginnt die sexuelle Mündigkeit ab 14, d.h. einvernehmlicher Sex ohne Bezahlung und ohne Ausnutzung einer Notlage ist mit einem Partner seiner Wahl gestattet. Vergewaltigung war und IST schon immer verboten. Sie stellen in ihren Fallgeschichten vornehmlich Vergewaltigungen und Missbrauch von Kindern unter 14 dar - Das ist bereits durch die Bank illegal. Sowohl die Vergewaltigung, als auch überhaupt Sex mit den Kindern zu haben. Diese wären von einem erhöhten Schutzalter also sicherlich geschützt worden und natürlich auch vor allen weiteren schlechten Einflüßen der Welt fern gehalten worden. Nochmal zum mitschreiben: Vergewaltigung ist sowohl bei unter als auch bei über 14 Jährigen ILLEGAL. NICHT GESTATTET. VERBOTEN. Dafür gibt es bereits Gesetze.
Was hat Innosence in Danger also gebracht? Was bringt ihre Sendung? Was bringt eine Erhöhung des Schutzalters? In etwa soviel wie das Walfangverbot: Nichts.

Gut es war ein Fall einer 14 jährigen angesprochen... ja, sie hätte Sex haben dürfen. Auch mit dem 53 jährigen. Der hat sich entführt? Illegal. Sie Vergewaltigt? Illegal. Gegen ihren Willen etwas mit ihr angestellt? Illegal. Aber wäre das Schutzalter 16 wäre das natürlich alles nicht passiert, dann hätte er sicher gedacht: "Was? Eine weitere Straftat? Nein, wirklich nicht, 10 sind genug, warten wir noch 2 Jahre".

Wie kann man sich als klar denkender Mensch hinter solche Aussagen stellen? Und viel wichtiger: Wie kann man solche Behauptungen, solchen Populismus in die Welt werfen, wie kann man hinter einem derartigen Format stehen, wenn man auch nur den geringsten Funken Anstand im Leibe hat?

Erinnern sie sich an die Eltern die ihre Kinder versteckten um ins Fernsehen zu kommen? Buhu entführt? Wochenlang? Wie denken sie wohl, hat man die besten Chancen in ihre Sendung zu kommen? Ich hätte da ne Idee - kommen sie mit?

Ihr komplettes Format und das komplette Team ist eine Schande für jeglichen journalistischen Gedanken, an ihrer Stelle würde ich mich schämen überhaupt an die Öffentlichkeit zu gehen. Was kommt als nächstes? Fritzl wäre vom erhöhten Schutzalter abgehalten worden?

Übrigens, Deutschland hat die Cyber-Crime verträge ratifiziert, viel Spass, wenn sich ihr Freund/ihre Freundin das nächste mal für sie hübsch machen:

Artikel 9 – Straftaten mit Bezug zu Kinderpornographie

2 Im Sinne des Absatzes 1 umfasst der Ausdruck „Kinderpornographie“ pornographisches Material mit der visuellen Darstellung

a einer minderjährigen Person bei eindeutig sexuellen Handlungen;

b einer Person mit dem Erscheinungsbild einer minderjährigen Person bei eindeutig sexuellen Handlungen;


Art. 9 2b) verstanden? Ihre Volljährige Freundin zieht sich ein Schulmädchenkostüm an und schon sind sie dran. Ziel erreicht? Na herzlichen Glückwunsch.

Sowohl diese Mail als auch eventuelle Antworten, wobei ich sowieso nicht von einer halbwegs sinnvollen Antwort die aus mehr als Plattitüden besteht ausgehe, wird im Internet auf http://fascist-tendencies.blogspot.com veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen,

David Dorst

Mittwoch, 10. November 2010

Schriftverkehr in sozialen Netzen

Ich hab ja schon viel erlebt, aber das ist einfach der Koffer:


Hallo,

ich bin auf der suche für meine Chefin nach Leuten die bissle Geld nebenher verdienen möchten.

Sie sind:
21-55 Jahre

Voll Berufstätig / zuverlässig / ehrlich / Verantwortungs bewusst /
Ziel Orientiert / können selbständig Arbeiten......?

Dann melden Sie sich doch bei mir, ich werde eine Verbindung zur Chefin herstellen da Sie verschiedene bereiche anbietet und schauen muss was für Sie in frage kommt.

Mfg Daniel

Reaktion:
1. reagiere ich grundsätzlich nicht auf "irgendwer will irgendwas". Solang da keine Firma und Namen sind halte ich das von vornherein für Betrug.
2. Keinerlei Angabe worum es geht: Anzeichen für Betrug oder unlautere Geschäfte.
3. Dürftest weder du noch deine Chefin ein Profil von mir haben, also auch keine Ahnung in wieweit ich euren Ansprüchen entgegenkomm, oder ob wir in der gleichen Richtung arbeiten. Finales anzeichen für Betrug oder unlautere Geschäfte. Daher:
Go Fuck Yourself.

Finale Antwort:
Danke für die interesse solche idioten brauchen wir nicht

Fuck off

Ich rechne es mal seinem schlechten Deutsch zu, dass er nicht ganz verstanden hat, wer hier wen nicht braucht.

Dave ist amüsiert.

Dienstag, 9. November 2010

Weitere erheiternde Tagesberichte

Mein neuer Lieblingsparagraph für diese Woche ist:
http://dejure.org/gesetze/StGB/183.html

Aus
(1) Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
folgt unmittelbar, dass bei Frauen exhibitionistische Handlungen nicht nur nicht verboten sondern damit auch erwünscht sind.
Längerfristige Duldung ist hierbei als beidseitiges Einverständniss zu einem Vertragsgeschäft zu verstehen.
Daraus wieder folgt: Mädels, ausziehn! MUHA!

Der Zentralrat der Juden

Der Zentralrat der Juden ist mal wieder ganz und gar nicht amüsiert. Grosser soll zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht in FFM eine Rede halten.
Um die tagesschau zu zitieren:

Er [Der Zentralrat der Juden] wirft dem aus einer jüdischen Frankfurter Familie stammenden französischen Politologen [Grosser] eine kritische Haltung zur Nahostpolitik Israels vor.

Grosser ist kritisch? Na so ein Schwein. Er hält nicht ungefragt alles für gut, was Israel tut? Na also wie kann er nur. Wenn man diesen Terroristen gewähren lässt, bildet sich bei ihm noch irgendwann die Meinung, dass die Israelische Siedlungspolitik in Gaza nicht ganz so tollig ist, wie Isreal sie findet. Oder aber das Palästinenser abknallen kein so übertoller Volkssport ist. Was für eine Drecksau. Grosser sollte sich schämen Israel in Frage zu stellen. Und sich auch noch eine kritische Meinung zu bilden - sagmal leben wir hier in ner Demokratie oder was?

Wenn dieser Drecksack nicht sofort gestoppt wird und die Klappe hält, kommen wir am Ende noch soweit, dass man seine Meinung äußern kann, auch wenn man dabei in einem Nebensatz, versehentlich und ungeplant Israel kritisiert, das kann doch wohl nicht angehn.

Wo ist eigentlich das Problem des ZdJ - abgesehen davon, dass er ganz offensichtlich einen kollektiven Dachschaden hat? Kritik sollte doch als etwas positives aufgefasst werden. Ich weiss politische Organe tu'n sich darin schwer, aber Grosser wirkt auf mich nicht wie der Autonome Steineschmeißer aus dem Gaza-Streifen der auf dem Wochenendausflug der Israelischen Regierung mal wieder ne Runde vor die Flinte gerät, im Gegenteil, er wirkt eher wie jemand der sich Gedanken macht und keine Scheu davor hat Positives und Probleme zu formulieren.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0815/politik/0006/index.html

Hier bspw. äußert er sich konsequent konstruktiv, beschreibt Fehler und schlägt Lösungen vor, der ZdJ hält das offensichtlich für "nicht so gut, sowas muss aus der öffentlichen Welt entfernt werden".

Die meisten Religionen sind mir wie ihre Fans schlichtweg egal. Das geht mir bei Juden nicht anders. Israelis sind mir auch gleich, sie sind Menschen wie alle anderen auch, aber der ZdJ schafft es doch mit jeder Äußerung mich mehr anzukotzen. Wenn ich nun recht schlicht in der Rübe wäre, wäre der ZdJ die sinnvollste Begründung für mich Antisemit zu werden. Wenn alle Juden so sind... na prost Mahlzeit. Wie kann man sich ununterbrochen und wegen jedem Fliegenschiß ans Bein gepisst fühlen? Wird das auf Dauer nicht anstrengend? Wie wenig Selbstachtung muss man haben um den Berufsbeleidigten zu mimen? Und wieso wird ein derartiger Verein überhaupt noch ernst genommen? Der ZdJ sollte das mediale und politische Echo erhalten, dass er verdient: Gar keins.
Verpisst euch in eure Emo-Ecke und flennt ne Runde rum wie gemein die Welt zu euch ist. Wenn ihr gar keinen Ausweg findet verpflichtet euch in Israels Armee und geht ein bisschen Krieg spielen, darin habt ihr über die letzten Jahrzehnte ja sehr gute Erfahrungen gesammelt, aber hört auf uns die Ohren vollzuheulen, dass die ganze Welt gemein zu euch ist. Erstens nervt ihr,
zweitens tut ihr genau das, was ihr Deutschland seit dem Holocaust vorwerft, ihr betreibt Vernichtungskriege, drittens sollte man ganz schnell Anfangen sich gedanken zu machen wenn eine Politik als "Gottgegeben" und korrekt erachtet wird ohne sie zu hinterfragen und zu guter letzt: Wenn ihr euch darüber beschwert, dass kritische Redner zu Wort kommen könnt ihr euch brav in die Reihen der NPD gesellen, die haben auch ein massives Problem mit dem Begriff Demokratie.

Abschlußgrüße gehen hier an Herrn Salomon Korn und Herrn Stephan Kramer: Wenn ihr die Gedenkveranstaltung vorzeitig verlassen wollt dann tut das - und lasst euch doch bitte auch sonst nicht mehr blicken, damit wäre die Welt von einem echt nervigen Problem befreit. Es wäre zwar nicht mehr als die erschlagene Mücke an der Wand, aber auch die nervt beim einschlafen. Und jetzt spielt nochmal ne Runde die Berufsbeleidigten. Lächerlich.

http://www.tagesschau.de/inland/pogromnachtgedenken100.html

Dienstag, 2. November 2010

Google StreetView ist böse, oder?

Ich weiss, ist wiedermal spät, dass ich ein Thema aufgreife, aber ein paar Sätze zu StreetView muss ich wohl doch noch verlieren.

Es ist ja nun gemeinhin bekannt, dass die böse Datenkrake Google uns alles wegnimmt, was wir noch an Privatsphäre haben. Schlimmer als Facebook mit Google Chrome, schlimmer als Studi- oder sonstige VZs mit gMail oder sonst irgendwas. Und nun kommen die auch noch mit StreetView daher. Da Fotografieren die doch allen ernstes etwas, was jeder sehen kann ohne sich auch nur die geringste Mühe zu machen, und wollen das im Internet veröffentlichen.

So wenig ich von der Datensammelwut diverser Unternehmen halte, so wenig verstehe ich die Einwände gegen StreetView.

Es wird Argumentiert, dass man Einbrüche vorbereiten könne. Okay, kann man, man weiss wie das Haus des potentiellen Opfers aussieht, vielleicht sogar wie der Hof aussieht, aber das geht auch ohne Internet. Um diese Daten zu bekommen setze ich mich ins Auto, fahr bei meinem Opfer vorbei, mach ein paar Detailaufnahmen der "Landschaft" und hab ein deutlich besseres Bild der Umgebung als mit StreetView.

Eingriff in die Privatsphäre ist auch so ein Argument. Gut, wenn Google nun durch die Wohnungen marschieren würd, die Betten knipsen würde und den Schrankinhalt erfassen würde, würd ich wohl auch meckern, aber die Außenwand meines Hauses sieht am Tag wohl jeder dem langweilig genug ist an selbigem vorbei zu laufen. Oder jemand der sich verfahren hat. Oder die ganzen Leute die hier rund um das Haus parken, oder, oder, oder.

Ich sehe StreetView als kartographischen Dienst. Was ich kritisch sehe ist, dass die Straßenzüge nicht mehrfach abgefahren werden und die Bilder solange überlagert werden, bis sämtliche Personen aus der Straße verschwunden sind. Es gibt einfach Situationen die nicht zu sehen sein müssen, bzw. wo man sich eben tatsächlich Gedanken macht. Ist das nun das Mädel im Park beim oben-ohne Sonnen, die nachher eine kleine Internetberühmtheit wird, oder der Mann der hinter dem Rücken seiner streng fanatischen Freunde ins Pornokino geht, etc.
Derartige Dinge müssen und sollten nicht zur Schau gestellt werden, aber ein Bild von Häusern bzw. Hausfassaden halt ich nun für absolut unkritisch.

Wenn ihr schon dabei seid, löscht lieber eure Facebook und Studi/.../-VZ Accounts, da sitzen die echten Datenkraken, die sich mit euren Daten fleißig bereichern. Zeigt denen endlich den Mittelfinger und stellt euch nicht jedem dahergelaufenem im Netz mit all euren Daten aus. Schöne Grüße vom künftigen Arbeitgeber, der freut sich über das Bild mit der Bong auf der lustigen Studiparty am Freitag.

Samstag, 23. Oktober 2010

Multi-Kulti ist gescheitert. Wer kein Deutsch kann hat in diesem Lande...

nichts verloren.
In diesem Zusammenhang:
Es sei nicht gut, wenn Kinder von Migranten "doppelt mal so viel wie deutsche Kinder" in der Schule scheiterten, sagt sie.
[Angela Merkel]

bwahahahaha!

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,724567,00.html

Montag, 4. Oktober 2010

Stellungnahme zu Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab"

Stellungnahme zu dem Textauszug des Spiegels aus dem Buch Thilo Sarrazin – Deutschland schafft sich ab

In seiner 34. Ausgabe 2010 veröffentlicht der Spiegel einen Textauszug aus Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“. Thilo Sarrazin versucht hier eine Erörterung zum Thema Integration in Deutschland zu führen und Fehler aufzuzeigen.

Direkt zu beginn des uns vorliegenden Auszuges beschreibt Sarrazin ein „Recht der Gesellschaft“ und „der Länder, zu entscheiden wen sie Aufnehmen“, ebenso wie er ein Recht auf die „Wahrung der Kultur und Traditionen“ beschreibt. Sarrazin macht hierbei mehrere Fehler, zuerst übergeht er, dass dieses Recht nicht nur nicht existent ist, sondern zu allem Überfluss ein Recht wäre, das so schlicht und ergreifend nicht umsetzbar ist. Im großen Kontext gesehen ist die Gesellschaft identisch mit der Weltbevölkerung, da jeder mit jedem auf eine Gewisse Art und Weise im Austausch steht und auch miteinander agieren muss. Das betrifft einzelne Personen mehr, andere weniger, aber alle müssen zumindest Information austauschen, miteinander Leben und mit oder gegeneinander Agieren. Diesen Austausch nennt man Gesellschaft. Beschränkt man den Gesellschaftsbegriff räumlich oder zeitlich beschreibt er eine sich ständig ändernde Menge bzw. Teilmenge der Bevölkerung die im akuten Austausch miteinander steht, auch hier ist eine Aus- oder Eingliederung anderer nicht kontrollierbar, nachdem sie der Akt der Aus oder Eingliederung bereits zu Informationsempfängern und damit Teilen dieser Gesellschaft würden.
Sarrazin übersieht desweiteren, dass weder Kultur noch Tradition statische Begriffe sind. Sowohl Kultur als auch Traditionen haben sich - beinahe – unsere gesamte Geschichte hindurch verändert und sind dadurch zu dieser von Sarrazin hochgehaltenen deutschen Kultur geworden. Sarrazin bewegt sich hier – offensichtlich ganz bewusst – auf einer Argumentationslinie mit der sich die NPD bereits seit Jahren selbst bloß stellt. Kultur muss sich auch verändern um sich den Umständen und der Zeit anzupassen, technischer Fortschritt erfordert auch eine Änderung des Verhaltens der Menschen die mit diesem technischen Fortschritt leben. Die Anpassung der Lebenskultur an veränderte Lebensumstände ist also eine logische Notwendigkeit. Wenn Kultur sich nun aber ändert, ist es logisch, dass die Menschen die mit ihr Leben (müssen) und an einer Gesellschaft teilhaben diese Änderungen beeinflussen.
Die schlimmsten Zeiten in der Geschichtsschreibung waren immer diese zu denen Stillstand herrschte, als Beispiele sind das Finstere Mittelalter anzuführen oder das Naziregime, wo eben diese Kultur und diese Gesellschaft von der wir sprechen in einen statischen Rahmen gepresst wurde und äußere Einflüsse bewusst abgewehrt wurden. Eine Fortentwicklung hat hier quasi nicht stattgefunden. Die Geschichte weist schwarze Löcher auf.

Sarrazin fordert nun, dass seine Urenkel in 100 Jahren noch in Deutschland leben können und führt danach direkt an, was er nicht möchte: Dass dieses Land „muslimisch“ ist, Frauen Kopftücher tragen, türkisch oder arabisch gesprochen wird und Muezzine den Tagesrhythmus bestimmen. Selbst wenn wir nun vernachlässigen, dass diese Tendenzen nicht existieren und ignorieren, dass die Momentan größte Gefahr für einen deutschen Nationalstaat die Idee „Europa“ ist, sehe ich keinen wirklichen Grund inwiefern eine Ausbreitung des muslimischen Glaubens das Recht auf Freizügigkeit beeinträchtigen könnte. Wenn seine Urenkel allerdings derart rassistische Tendenzen wie Hr. Sarrazin selbst aufweisen, hoffe ich durchaus, dass sie nicht in Deutschland leben können, weil die Bevölkerung es in den nächsten 100 Jahren schafft erwachsen genug zu werden um keinen Platz mehr für „-ismen“ zu haben. Desweiteren sehe ich seinen Willen hier als völlig irrelevant an. Man kann doch nicht in einem Atemzug von der Gesellschaft reden, die überhaupt keine sei und im nächsten seine persönlichen Interessen über die dieser Gesellschaft stellen. Um in aller kürze auf die Forderungen an sich einzugehen: Wer welcher Religionsgemeinschaft angehört sollte ganz genau diese Person etwas angehen, die sich die Religionsgemeinschaft aussucht. Niemanden sonst. Hierzu weise ich auf Art. 4 GG hin. Was es Herrn Sarrazin ficht, welche Kopfbedeckung wer trägt versteh ich auch nicht ganz, aber ich empfehle ihm einen Besuch in einem Schwäbischen Bauernhaus, Muslime wird er dort nicht finden, Kopftücher schon. Die größte Gefahr für die deutsche Sprache wiederrum, dürfte im Zuge der Globalisierung Englisch sein und weder türkisch noch Arabisch. Und Muezzine werden selbst von ultranationalen türkischstämmigen Vereinen nicht gefordert. Was also soll ein derartig Populistisches Geschwätz? Kurzum: Selbst wenn sich alles so entwickeln würde wie Sarrazin sich das ausmalt, so wäre das noch lange kein Widerspruch zu der Forderung dass seine Enkel hier leben können sollten.

Seine Ausführung zur Erstarkung des Rechtsradikalismus durch das von ihm skizzierte Integrationsproblem dürfte kaum einer näheren Beleuchtung wert sein. Rechtsradikalismus ist vorallem darum attraktiv, da er scheinbar simple Lösungen für komplexe Probleme anbietet und diese sehr populistisch vertritt. Zumindest der abgedruckte Ausschnitt dürfte ihm hierbei sehr dienlich sein.

Seiner Theorie über die Islamisierung über Geburten in Einwandererfamilien kann ich auch nicht ganz folgen. Sarrazin behauptet hier, dass durch die höhere Geburtenrate „der Deutsche“ schlichtweg verdrängt wird, bzw. die Gesellschaft an sich schrumpfen würde, würde sich die Geburtenrate in Einwandererfamilien der momentanen deutschen anpassen. Jeder der sich einmal eine Statistik mit Geburtenraten angesehen hat, sieht dass diese zu Hochzeiten der Wirtschaft und Gesellschaft zurückbilden, bei bedarf allerdings wieder anwachsen, diese Trends sind seit Jahrtausenden zu beobachten und Aussagen über die Bevölkerung über einen Zeitraum von 3 oder 4 Generationen zu treffen ist schlichtweg purer Irrsinn. Ein realistischer Zeitraum wäre vllt. 9 Monate, das ist ein Bereich in dem sich Geburten abschätzen lassen. Vielleicht sogar 5 oder 6 Jahre, aber selbst renomierteste Statistiker halten sich mit Demographischen Aussagen über mehr als 10 Jahre tunlichst zurück und bieten viele Optionen, werden sie tatsächlich zu einer Aussage genötigt. 9/11 hat eindrucksvoll bewiesen, wie schnell Statistiken Lügen gestraft wurden – die New Yorker Bevölkerung hatte Angst, war paralysiert und hat das getan, was man tut, wenn man Angst um das Fortbestehen seiner Art hat: Sie haben sich vermehrt. 9/11 hat insbesondere in New York zu einem absoluten Geburtenboom geführt. Der Mensch mag einige schlechte Eigenschaften haben – aber er kann erstaunlich schnell auf äußere Einflüsse reagieren. Hier empfehle ich Sarrazin sich mit dem Arterhaltungstrieb auseinander zu setzen, der durchaus auch schon Gegenstand einiger Forschungsarbeiten war. Warum wir das „soziale und wirtschaftliche Zusammenleben“ bei einer geringeren Bevölkerungsdichte grundsätzlich ändern müssten ist mir komplett Schleierhaft.
Er führt später noch an, dass bei momentaner Fertilitätsrate die „muslimische Bevölkerung“ bis 2100 auf 35 Millionen anwachsen kann, allerdings sprechen die Erfahrungen die bisher gemacht wurden eher eine andere Sprache – Menschen die in einer Wohlstandsgesellschaft leben Zeugen weniger Nachwuchs solang nicht notwendig, daher ist dieses Szenario unwahrscheinlich, aber auch hier gilt: Keine Aussagen über einen Zeitraum von 90 Jahren, das ist Irrwitzig.

Nachfolgend macht sich Sarrazin gedanken über den Beitrag der Einwanderer zum dt. Wohlstand. Hier nun, geht er folgendermassen vor: „Belastbare empirisch-statistische Analysen ob die Gastarbeiter einen Beitrag zum Wohlstand erbracht haben oder erbringen werden, gibt es nicht. Für Italiener, Spanier und Portugiesen wird man diese Frage wohl bejahen können […]. Für Türken und Marrokaner wird man sie sicher verneinen können.“
Es fällt mir schwer mich mit soetwas auseinanderzusetzen, da eine Diskussion auf einer nicht existenten Studie oder Statistik, die aber trotz ihrer nicht Existenz besagt, dass … nicht besonders zielführend scheint. Eine belastbare Statistik gibt es nicht, also sagt sie auch nichts aus.

Nachfolgend erörtert Sarrazin noch, dass die muslimische Bevölkerung in Europa die Staatskassen mehr kostet, als sie einbringen, die niedrige Erwerbsleistung der angesprochenen Bevölkerungsgruppe und die hohe Inanspruchnahme von Sozialleistungen.
Hier erweckt nicht die Ansprache eines Kernproblems der Gesellschaft meine Ablehnung gegen diesen Satz, sondern Aufbau und Religionsbezug. Es liegt Sarrazin offensichtlich nichts an einer sachlichen Debatte darüber wie man einen Ausländer vernünftig „eindeutschen“ kann, so dass er an unserem gesamten Leben teilnimmt, in Lohn und Brot steht und keinen Bedarf an Sozialleistungen hat, sondern er folgt dem Trend der Zeit und hetzt etwas über den Islam. Volker Pispers hat das einmal folgendermassen ausgedrückt „Wir deutschen haben doch kein Ausländerproblem, wir haben ein Türkenproblem. Es gibt massig nicht integrierte Japaner, aber das stört doch keinen, die leben unter sich, kommen zu Fasching zu den anderen und sehen auch ungeschminkt lustig aus.“ Viel deutlicher hätte man den Nagel nicht auf den Kopf treffen können. Seit 9/11 wird ein regelrechtes „Islam-Bashing“ betrieben um den Krieg gegen den Terror in den Köpfen der Leute zu legitimieren. Es geht überhaupt nicht mehr um eine sachliche, objektive Debatte, es geht darum ein Feindbild zu erschaffen. Der Muselmann mit Sprengstoffgürtel. Es werden laufend Gesetze zur Terroreindämmung beschlossen seit 2001, irrelevant ob Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Telefonüberwachungen, etc. Wir werden nun alle vor dem Terror geschützt. Dies aber ist wiederrum der selbe Aktionismus wie die „Amoklauf Notfallpläne“ die in diversen Schulen verfasst wurden. Wenn jemand wirklich mit seinem Leben abgeschloßen hat und sich in die Luft sprengen will, wird sich dieser jemand nicht dadurch aufhalten lassen, dass ihm ein Jahr gefängnis droht. Und wie ist denn die aktuelle Gefährdungslage, wenn wir schon ständig auf dem Islam, nicht dem Islamismus sondern der gesamten Religion herumhacken? Selbst der Anschlag auf das World Trade Center hat weniger Tote gefordert, so tragisch er auch war, als die Verkehrsunfälle seit 9/11. Sarrazin begeht in seinem gesamten Text – und hier ganz besonders – durch diese Verunglimpfung einer Religion in ihrer Gesamtheit übrigens noch einen Fehler – er verhindert die von ihm geforderte Integration. Man kann nicht einerseits ein Feindbild bedienen und andererseits erwarten, dass die angehörigen dieses Feindbildes nacher in eine Struktur zwischen Menschen die dieses Feindbild haben aufgenommen werden. Wer würde, um es mal krass zu formulieren, einen Juden zwischen Nazis stellen, in der Hoffnung, dass sich ein gemeinsames produktives Handeln ergibt?
Sarrazin gibt nun also an, dass der Islam kulturellen und gesellschaftlichen Rückschritt statt Fortschritt bedeuten würde.
Hier kann ich ihm Tendenziell sogar recht geben. Die meisten Religionen haben das Problem Dogmatisch zu sein, und haben daher auch das Problem nicht dynamisch auf eine sich verändernde Welt reagieren zu können. Vom Wertebereich ist der Islam allerdings ziemlich identisch mit dem Christentum, von daher würde sich nicht allzuviel ändern. Generell ist hier aber eher nach einem säkularen Staat der unabhängig von jeglichen Religiösen Grundsätzen geführt wird und auf den Religion keinen Einfluss hat und haben darf. Hier ist uns die Türkei bereits ein weites Stück voraus. In der Türkei ist die Kirche strikt vom Staat getrennt und das seit ihrer Gründung. Das Kolleg der Schulbrüder in Illertissen hat Anfang diesen Jahres durch die Diskussion ob eine Schülerin die mit 18 aus der Kirche ausgetreten ist der Schule verwiesen wird, bewiesen, dass der deutsche Staat und die deutschen Kirchen noch nicht soweit sind. Das Kolleg wird vornehmlich aus staatlichen Mitteln finanziert, aber ein paar Religionsführer entscheiden hier über das Schicksal eines Menschen. Ebenso wäre hier die peinliche zur Schaustellung diverser Jesuskreuze in Schulen und öffentlichen Gebäuden zu nennen. Wir könnten viel lernen, wenn wir bereit wären über grenzen zu blicken, anstatt diese Imaginären Linien auf Kartenmaterial als absolut und Mauern zu sehen.
Sarrazins Schluß ist natürlich ein anderer, nämlich der, dass die hier lebenden Migranten eine Gefahr für unser Europa bedeuten.
Ich sehe die Gefahr eher bei Demagogen wie Hrn. Sarrazin, der sich hier wirklich alle mühe gegeben hat den von ihm angeblich geforderten Dialog im Keim zu ersticken. Frei nach dem Motto „Operation gelungen, Patient tot.“

Ich persönlich halte eine Integrationsdebatte für unumgänglich und absolut notwendig. Es sind viele Fehler gemacht worden und es werden auch weiter laufend Fehler gemacht, aber diese Fehler lassen sich nicht ausmerzen wenn angefressene Konservative das Rechte Spektrum durch neue Bücher bedienen und man der Thematik mit reinem Populismus begegnet. Integration lässt sich nur durch ein gemeinsam erreichen. Vor 2 Jahren, wenn ich mich richtig erinnere, ist der Papst in eine Moschee gegangen. Dies wurde kontrovers diskutiert, war allerdings ein wichtiger Schritt um zu zeigen, das es durchaus auch ein Miteinander über die Grenzen der Religion hinweg geben kann. Wir brauchen mehr solche „Zeichen“. Und wir brauchen Menschen die aufeinander zugehen. Kinder die miteinander Spielen. Eltern die gemeinsam im Garten sitzen und Grillen, Sportveranstaltungen die gemeinsam besucht werden, Foren in denen gemeinsam diskutiert wird. Würde mir gegenübergetreten wie teilweise türkischstämmigen Mitbürgern seitens teilen der deutschen Bevölkerung hätte ich auch herzlich wenig Lust mich zu integrieren. Dazu kommt – wofür soll ich mir die Mühe machen, am Ende bin ich immer noch „nur der Türke“, es gibt keine Partei die mich bedient, niemand schert sich um meine Interessen und von Leuten wie Sarrazin werde ich als DAS Problem in der Welt wahrgenommen. Andererseits muss natürlich auch gesehen werden wie sich teile der türkischstämmigen Bevölkerung nach außen verhalten. Viele haben keine Identität, aus ihrer Heimat sind sie ausgereist, bei uns will sie niemand haben, es gibt keine Heimat, keine Identität. Barrieren sind nicht zuletzt über die Sprache vorhanden und man hat Zeit, viel Zeit. Also geht man in einer Leistungsgesellschaft in der man nur Zählt wenn man Pinke Pinke hat, in den Park und zieht jemand das Handy ab. Ist natürlich auch nicht schön, aber auch hier liesse sich vermutlich viel vermeiden, wenn die Kids gemeinsam im Sandkasten spielen. Der Multikulturelle Wundersandkasten. Warum Kinder? Kinder sind in einem Stadium in dem sie aufnahmefähig aber nicht vorbelastet sind. Dem Kind ist Aussehen, Alter, Kleidung, Symbolik völlig egal, das Kind will einfach nur die Welt kennen lernen. Die ganze Welt. Alles. Den Nachbar, den Geschmack des Sandes im Sandkasten, die tollen bunten Förmchen und das Kind neben sich, völlig egal woher es kommt, wie es spricht, was es isst und welcher Religion es angehört. Und hier wären auch die Eltern nicht mehr in der Lage in ihren eigenen Gruppen zu agieren, die Betreuung der Kinder erfordert Kompromisse von allen Seiten und auch Kommunikation untereinander. Ich denke ein vernünftiger Ansatz wäre eine Förderung von „Multikulturellen Spielgruppen“ und „Multikulturellen Eltern-Kind“ Veranstaltungen. Es müsste nicht viel Geld investiert werden, ehrenamtliche könnten die Organisation übernehmen und es würde gezwungenermaßen ein Dialog mit dem Nachbarn entstehen, dem sich niemand entziehen könnte. Für „uns Kinder“ werden Schulen und Kindergärten hochgelobt, da wir hier soziale Kompetenzen erlernen würden – Funktioniert das bei Eltern oder Türken nicht? Haben die – um in Sarrazins Hetzmanier zu bleiben – ein Türkengen, dass den vernünftigen Umgang mit Menschen verhindert?

Zum Schluß komm ich leider nicht umhin, noch ein sehr persönliches Wort abzugeben:
Sehr geehrter Herr Sarrazin, wie sie eindrucksvoll Beweisen, schafft sich Deutschland tatsächlich ab. Nur der Täter trägt in diesem Falle Anzug und Schlips statt Burka und Kopftuch.

Samstag, 18. September 2010

Islamische Missionare sind Islamisten!

Juden sind Jesusmörder und Weltverschwörer und Christen sind Kreuzzügler. Da Welt Online offensichtlich kein Interesse an Meinungen hat die den eigenen logischen "Kontext", wenn man das so nennen will, zuende führen pack ich's halt hierhin:

Folgender Artikel:
http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Lord-Weidenfeld/article9638108/Papst-Benedikt-verschlaeft-den-Islamismus.html

Reisst mich zu folgendem Kommentar hin:

Hier werden also islamische Missionare und Islamismus in einen Topf geworfen. Sehr schön. Und alle Juden sind Jesusmörder und an einer Weltverschwörung beteiligt. Und alle Christen verbrennen Hexen, ermorden anders Gläubige und führen Kreuzzüge.
Der schwarze Kontinent hat noch ganz andere Probleme mit Fanatikern aus nem ganz anderen Lager – schöne Grüße an die „Lords Resistance Army“.
Aber seis drum, nachdem wir nun alle relevanten Buchreligionen darauf reduziert haben, dass ihre Anhänger Attentäter sind und es toll finden Menschen umzubringen können wir jetzt zu der „Moschee am Ground Zero“ kommen.
Hier sind wir schon wieder bei „der Islam ist böse“, „jeder Moslem frisst Kinder“ und ähnlichen Stilblüten. Soll man die Terroristen wirklich gewinnen lassen und sein leben komplett nach ihnen richten, nur weil n paar Spinner mal ein Hochhaus „gesprengt“ haben? Klar tragische Sache, aber viel mehr Erfolg konnten sie nicht haben wie der Artikel beweist. Wir zerfleischen uns nun gegenseitig.

Und da ich hier keinen Anlass seh mich zu benehmen, was ich bei Welt Online ja noch getan hab ein ganz klares Wort:
Den Schreiberling - mir steht eher nach dem Wort "Schmierfink" - des Kommentars halte ich für ein ziemlich erbärmliches und festgefahrenes Wesen. Schade, dass solche Leute überhaupt in derartiger Größe zur Kenntniss genommen werden. Eine Fußnote einer Fußnote hätte es auch getan. Ich bin immer wieder begeistert mit wie schlechten Kommentaren man wo abgedruckt wird. Würde ich mich in der Zeitung lesen wollen, würde ich mir zumindest die Mühe geben die Dinge zu reflektieren die ich von mir gebe. 

Dienstag, 10. August 2010

Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen, ...

... mist, Text vergessen.

Die SWP hat eine Umfrage zum Thema "Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen", eine Forderung des Städtetages veröffentlicht. So wie ich das sehe, äußern sich 2 Leute grundlegend positiv, der Rest ist eher skeptisch.

Um mal meine 2 Cent in den Ring zu werfen tipp ich mir mal wieder den Restalkohol aus der Leber, obwohl ich in meinem beschaulichen zuhause sitze und so überhaupt nicht die Umwelt verpeste.

Brauchen wir denn ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen? Oder ist das wieder eine Prävention um präventiv gegen irgendwas nicht näher definiertes vorzugehen von dem wir auch nicht so genau Wissen ob Prävention notwendig ist.

Gehen wir mal davon aus, es geht darum den Alkoholkonsum generell zu reduzieren. Wer verhindert, dass in der Eckkneipe und zu Hause weiter gebechert wird was die Leber hergibt?
Gut streichen wir den Ansatz also sofort wieder.
Kommen wir zum nächsten Gedanken:
Im Artikel des SWR wird dieser folgendermaßen zitiert:
Es gehe darum
an kommunalen Brennpunkten Störungen zu verhindern, die den Ruf der Städte und das Sicherheitsgefühl der Bürger beeinträchtigen

Gut klingt nichtmal unbedingt unvernünftig, aber ist das Überhaupt notwendig? Auf jedem "Dorf Fest" gibt es diesen "Brennpunkt" wo sich vermutlich deutlich mehr besoffene tummeln, als Samstag Mittags auf der Donauwiese mit 'nem Bierchen, damit beschäftigt das schöne Wetter zu genießen. Hier scheint wohl kein "Sicherheitsgefühl der Bürger" beeinträchtigt zu werden. Hier kommt es allerdings gehäuft zu Gewalttaten, betrunkenen Fahrten danach, Pöbeleien, ...
Nur scheint das auf dem "Dorf Fest" "gesellschaftlich akzeptierte Gewalt, ..." oder soetwas ähnliches zu sein. Man weiß es nicht. Ich persönlich fühle mich von Personen in grüner Uniform weit mehr gefährdet als vom Penner oder vom gut gelaunten Sonnenanbeter oder vom jugendlichen der sein Bierchen trinkt, kann ich mich morgen auf ein gutes Wort meiner Vertreter verlassen die dafür plädieren den Polizeidienst abzuschaffen? Oder von Autofahrern die sich nicht beherrschen können - auch solche soll es wohl geben. Autofahren von 8-18 Uhr wird verboten? Oder von Jägern, immerhin laufen die mit ner Wumme durch die Gegend - Wildbraten verboten?
Es gibt immer und überall Leute die sich aus welchem Grund auch immer und in welchem Zustand auch immer, daneben benehmen, eine Gefahr darstellen, nicht die richtige Haarfarbe haben oder was einem sonst noch so an potentiellen Störfaktoren einfällt. Würde man die alle verbieten hätte man vllt. noch die Option das Verbote erlassen zu verbieten und sich danach Gegenseitig einzusperren, nur um sicher zu gehen.

Bleibt noch der Müll. Man kennt genug Plätze auf denen oft genug Müll rumliegt. Darunter durchaus leere Flaschen und ähnliches, aber ich kenne auch genug Plätze (die oftmals erstaunlicherweise recht nahe beieinander liegen) an denen es an Dingen wie Aschenbechern und Mülleimern gänzlich fehlt oder in einem Ausmaß fehlt, dass es unmöglich ist den vorhandenen Müll in die wenigen dafür vorgesehenen Behälter zu stopfen, der reicht ja meist nicht mal für die Chipstüten, die Flaschen nehmen oft genug Pfandsammler mit, sollte man sie ihnen geben, worüber ich alles andere als unglücklich bin. Er freut sich, ich muss nicht aufsteh'n, beide haben etwas gewonnen.

Ganz ehrlich: Manche Personen(kreise) sollten sich vielleicht nicht so lang an der Sonne aufhalten und lieber abends ein Bierchen an der Donauwiese mit ein paar Kumpels trinken, das entspannt ungemein, es sorgt dafür, dass man Spass hat und das man nicht das Bedürfnis hat sich zwanghaft mit Unsinn zu beschäftigen. Ihr seid herzlich eingeladen. Ich geb einen aus.

/edit: Einen Punkt noch: Der "Ruf der Städte" ist mir scheißegal, es geht hier um "unsere" Freiheit und nicht darum wo "ihr" rumprollen könnt wie schön "sauber" eure Stadt doch ist. Hier gibt es genügend Mist der Weit mehr stinkt als ein Feierabendbierchen, wenn der weg ist, können wir uns über den Rest unterhalten.

Donnerstag, 22. Juli 2010

... wrrrrroar, brumm, brumm, rrrrrrroar, quieeeeetsch, bumm. :(

Bevor diese Sache in Vergessenheit gerät ein kleiner Kommentar zur Notabschaltung des Internets.
Jansen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter hatte neulich auch mal wieder das Bedürfnis der Öffentlichkeit von seinen Tagträumen zu erzählen. Alternativ halte ich Drogenkonsum auch noch für eine legitime Ausrede, alles andere sollte den guten Mann unmittelbar in die Hände einiger fähiger Psychiater bringen.
Nunja, worum gehts?

Jansen hat nun also herausgefunden, dass das Internet quasi DER Tatort der Neuzeit ist. Um diesen Tatort vernünftig überwachen beobachten zu können, fordert Jansen nun die Registrierung eines jeden Surfers bevor er ein Geschäft tätigt. An dieser Stelle möchte ich jeder Person raten sich vor ihrem täglichen Gang zu Aldi, Lidl oder Norma bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden und den Beamten mitzuteilen, was sie nun wo einkaufen gehen. Mich würde einfach mal reizen den Papierberg zu sehen den eine Kleinstadt binnen eines Monats aufgetürmt hat.
Aber gut. Weiter zu Jansen, er fordert die offene und verdeckte Ermittlung in sozialen Netzwerken. Er fordert Zugriff auf Endgeräte um sie von Viren zu säubern. (Avira: found Jansen/PK [DELETE] [IGNORE]) Er fordert einen "Notaus schalter" für dieses Internetz von dem immer alle reden. Natürlich nicht um zwischendurch mal das böse Deutschlandnetz abzuschalten sondern um gegen böse, böse Hacker vorzugehen, die ungefähr soviele Tote verursachen wie eine Atombombe. Achne, Tote ja nicht, aber vielleicht verdient jemand 2,50Eur weniger. :(
Außerdem brauchen wir Verkehrsregeln im Netz um das Gewaltmonopol des Staates nicht in Frage zu stellen (Häh?)

Soweit zu den Forderungen Jansens.
Lieber Herr Jansen,

ich empfehle ihnen DRINGENDST(!) vor künftigen öffentlichen Kommentaren die Spritze aus dem Arm zu ziehen. Man könnte ansonsten meinen sie seien High. Wie ein Mensch der sich nur 10 Minuten mit diesem komischen Internetz beschäftigt hat so einen Stuss zusammenfaseln kann ist mir gänzlich unklar. Ich hoffe wirklich, sie erholen sich baldigst.
1. Wenn sie Auf meinem Rechner als virtueller Kammerjäger aktiv sind - wer garantiert mir, dass da nicht auch $Boeser_Bube aktiv ist? Ihre nicht ausgebildeten Polizeikräfte? Na Prost, Mahlzeit. GTFO my Networks.
2. Hacker richten schäden wie Atombomben an? Wer zum Geier hat ihnen eigentlich ins Hirn geschissen? Selbst wenn wir bösartige Spione und weiss der teufel was nehmen, das auslöschen und/oder kopieren von Daten mit der Auslöschung von tausenden bis millionen von Menschenleben gleichzusetzen spottet ja wohl JEDER beschreibung.
3. Notaus für das Internet um Hackerangriffe abzuwehren: Klingt intelligent. Wo würde ich als "Hacker" wohl angreifen... 3 mal dürfen sie raten.
4. Jede 5. betrügerische Handlung wird im Internet vorgenommen - dem größten Tatort, blablabla. Moment, größter Tatort? 20% vs 80%? Wo finden denn die anderen statt? Stell deine lieben Herren Hirntot, lieber an die Straßenecke und lass sie Kundschaft von Aldi registrieren.
5. Das mit dem Gewaltmonopol versteh ich immer noch nicht, könnte mir das bitte jemand erklären? Bitte?!

Anways, lieber Herr Jansen, zurück unter den Schreibtisch und Rand halten. Wenn wir gelernt haben wie die Welt funktioniert und die Hirnaktivitäten wieder normal sind, können wir uns nochmal unterhalten.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/BDK-Verkehrsregeln-und-Notschalter-fuer-das-Internet-1039912.html

Donnerstag, 15. Juli 2010

... und endlich darf ich Porto für E-Post zahlen!

Datenschutzrechtlich bedenklich. 
Kostenpflichtig ohne Grund. 
So sicher wie die konventienelle E-Mail.
Beweislastumkehr. 
Asynchrone Kryptographische Verfahren ad Absurdum geführt.
- Private Key in Fremden Händen 
- Kommunikationsweg zu diesen fremden Händen nicht sicher
- Weitere Personen besitzen relevante Daten über einen
Eindeutige Zuordnebarkeit im gesamten Netz.
Zentrales System mit "vielen" privaten Schlüßeln. 

All das wurde auch von der FDP kritisch gesehen - heute nennt man es Innovation. 

Und all das bietet uns De-Mail. 
De-Mail hat eine gute Grundidee: Weg mit dem Papier und dem Warten auf Post. Behörden können direkt mit dem Bürger kommunizieren und Firmen untereinander und man kann sich sicher sein, dass alles von "der richtigen Person" - ob nun juristisch oder real sei dahingestellt - stammt. 
Soviel zur Theorie. In der Praxis ist der erste mögliche Angriffspunkt die Verbindung eures Lokalen Rechners zu eurem De-Mail Provider, diese ist zwar verschlüßelt, aber das heißt keineswegs, dass sie abhör - oder "einschleußungssicher" ist. Im Klartext kann ein Brief den ihr an das Arbeitsamt schickt, weil euch die Leistungen mal wieder gekürzt wurden ohne, dass es zu eurer Aufmerksamkeit kommen würde, von einem "sehr geehrte Damen und Herren" zu einem "BuYY V14GR4 ONLINE" werden. 
Die wiederspruchsfrist ist versäumt, da ihr den Brief des Amtes ja erhalten habt - ob das stimmt oder nicht ist nicht mehr aufgabe des Amtes festzustellen - sondern eure, auch wenn ihr überhaupt keinen Internetzugang habt - und ihn nicht rechtzeitig beantwortet habt, obwohl ihr eine Entsprechende bestätigung erhalten habt. Gleichzeitig könnte man Anzeige wg. Spam gegen euch erstellen. Das "E-Dokument" wurde signiert und stammt damit angeblich von euch - ihr müsst also erstmal beweisen, dass dem nicht so ist. 

Der Aufwand, der tatsächlich mit De-Mail existiert, rechtfertigt ein Porto von 8 bis 54 Cent keineswegs. Letztendlich tut euer Provider genau das, was er immer getan hat: Er hat n paar Mailserver im Keller stehn. Ja wirklich. Auf diese kommt zwar ein unbeträchtlicher Mehraufwand zu, aber er ist und bleibt unbeträchtlich. 
Hier liegt übrigens auch alles herum was man braucht um eure E-Mails zu signieren und zu verschlüßeln, euer Privatekey, den man NIEMALS aus der Hand gibt wenn man noch ein fünkchen verstand im Kopf hat. An NIEMANDEN. Nicht an den Staat, nicht an die Freunde, an niemanden. Hierfür ist eigentlich der Public Key dar, der es ermöglicht Inhalte zu VERSCHLÜßELN, sie aber nicht mehr lesbar machen kann. Dies kann NUR und AUSSCHLIEßLICH euer Privatekey, genau darum gibt es ihn, dass man ihn auf einer Diskette, einem USB stick, etc. pp. mit sich herumträgt, ihn da hat wo man ihn braucht und es ansonsten keine Angreifbare kopie von ihm gibt. Im Klartext: Eine Person x im Hause des Providers ist in der Lage eure gesamte Kommunikation zu lesen, ob euch das passt oder nicht. 
Und nun stellt euch vor der Keypool mit den Privatekeys wird geknackt. Eine Onlineverbindung muss bestehen, also keineswegs abwegig, zumal lesen völlig fremde eure STRENG(!) vertraulichen Mails. Den Arztbefund, der euch über Krebs oder HIV Informiert. Die Strafanzeige, weil ihr betrunken jemand beleidigt habt, auf die euer Arbeitgeber nur wartet, um euch wegen verbreitung eines Schlechten Rufes zu entlassen, etc. pp. 

Ich kann jedem nur raten: FINGER WEG(!!) von De-Mail. Weitere Informationen nachfolgend von Heise. Wer mitmachen will soll das, aber dann machts uns interessierten nicht ganz so schwer und ladet eure persönlichsten Informationen doch gleich ins Internet. Dann können wir uns das alles auch sparen und die Kosten dafür ebenso. 


http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Post-steigt-in-E-Mail-Geschaeft-ein-1037580.html


http://www.heise.de/meldung/Rechtssichere-Buerger-E-Post-De-Mail-Besonderheiten-und-Fallstricke-1037231.html

Yay, das ist das Comeback des ZugErschwG

Das BKA hat in mühevoller Detailarbeit festgestellt, dass wenn sie irgendjemanden über irgendetwas informieren, irgendjemand anders nicht innerhalb von einer Woche auf ihre Information reagiert [1].
Respekt an das BKA an dieser Stelle. Morgen eine neue BKA Studie: Feuer ist heiß.

Wiedereinmal dürfte der Ansatz lauten "[...] und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt".
So dürften die Websperren, bzw. das ZugErschwG wiedermal seinen Weg in die Politik finden, die es soeben erst vom Tagesplan gewischt hat. Wenn wir dem BKA glauben könnte es sogar nicht sachdienlich sein, einem Ermittler ohne Internetzugang E-Mails zu schicken.

Aber auch die HJ JU fühlt sich auf den Plan gerufen. Kinderpornographie ist zwar schlimm, aber das im Internet ansonsten Pornographie angeboten wird ist absolut nicht zu vertreten [2]. Es gibt Kinder die schon auf YouPorn waren. Kein scheiß jetzt. Ich mein, ich muss zugeben, das ist deutlich einfacher als in meiner Jugend - damals bin ich mit Nackenschmerzen vor den Zeitschriftenauslagen des lokalen Kiosk gestanden um ein möglichst gutes Bild der oberen Fächer zu haben, aber mal ernsthaft: Es ist wie ich bereits erwähnt habe [3] immer noch so, dass man seine Kinder auch beaufsichtigen kann und mit ihnen "erlebtes und gesehenes" verarbeiten kann.
Ihr seid meine Helden. Warum Arbeit oder Verstand in etwas investieren, wenn man auch kurzerhand in der Gegend herum sperren kann.

Finden auch sie sich morgen zur Bücherverbrennung auf ihrem lokalen Marktplatz ein.

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeskriminalamt-fordert-erneut-Sperren-von-Kinderpornographie-1038425.html

[2] http://www.netzpolitik.org/2010/junge-union-berlin-fordert-pornographieverbot/

[3] http://fascist-tendencies.blogspot.com/2010/05/erziehen-klingt-fast-wie-zensieren.html

Samstag, 26. Juni 2010

Weitere Schriftstücke und Amokläufe

Nachfolgend wiedermal eine E-Mail. Diesmal an http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/ . Es gibt so unglaublich viel was mich ankotzt. Naja. Kein weiterer Kommentar bis zur Reaktion. 



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich beschäftige mich selbst tagtäglich mit Killerspielen und bin daher auf ihre Homepage mit dem Domain-Name "http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de" gestoßen.
Ich konnte diesen, verzeihen sie mir die Ausdrucksweise, SCHEIß! nicht unkommentiert stehen lassen, daher habe ich mich entschloßen ihnen diese E-Mail zu schreiben. Ich erwarte keine Reaktion, da meine Erfahrungen mit Vereinen wie dem ihren, bzw. den Politikern die eine Ähnliche Zielsetzung haben, eher schlecht sind. Erfahrungsgemäß blockieren sie, weil Kritik genauso verboten werden sollte, wie "Killerspiele".

Aber gut, zum eigentlichen Inhalt der Mail, ich habe von ihrer HP kopiert:

Ziele des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden

Vorbeugende Tätigkeit um eine Wiederholung eines Amoklaufes zu verhindern.
in diesem Zusammenhang dürften folgende Punkte stehen:
Verbot von Killerspielen (Egoshootern, Computerspiele mit Gewaltrelevantem Inhalt) die das Töten von Menschen simulieren
keine Verherrlichung der Gewalt in Medien
Einführung einer Gewaltquote in TV/Medien
Besserer Jugendschutz im Internet

Vorneweg: Ich dürfte das Musterbeispiel eines Amokläufers sein. Kurz zu meiner Person: Ich bin 25, spiele seit ungefähr 12 Jahren "Killerspiele" (nahezu ausschließlich Egoshooter, aber auch Rollenspiele und RTS/TBS (Real Time Strategy & Turn based Stragey)), bin Single, habe "bedingt" soziale Kontakte, da die meisten Menschen mich schlichtweg ankotzen. Gehöre zu keiner Gesellschaftlich akzeptierten Gruppe als Punk (hier ist anzumerken, dass ich viel Gewaltverherrlichende Musik höre), war im Zeitraum 2004 - 2006 nach Abbruch meines Informatikstudiums Arbeits-/Erwerbslos. Mein Humor dürfte sich mit den Worten "derb" beschreiben lassen und wie er sich äußert, wenn ich gerade mal wieder mit einem Scharfschützengewehr hinter einem Strauch liege und jemand durch den Kopf schieße, dürfte ihnen blankes Entsetzen ins Gesicht treiben. Desweiteren gab es eine Zeit in meinem leben in der ich Drogen genommen habe und Alkohol konsumiere ich nach wie vor.

Aber: Ich bin kein Amokläufer. Ich bin nicht Amok gelaufen und ich habe es nicht vor, auch wenn ich durchaus der Ansicht bin es würde mir sehr viel Stress ersparen wenn ein Großteil der Vollidioten die meine "Mitmenschen" sind schlichtweg Tot oder nie geboren wären.

Sie sind für "Quoten", Verbote und sog. Jugendschutz. Sie haben teilweise wirklich Sinnvolle Ziele genannt, bspw. die Sensibilisierung der Eltern für "Killerspiele", bspw. Gewaltprävention an Schulen, warum müssen sie sich aus dieser Diskussion mit "uns potentiellen Amokläufern" selbst Disqualifizieren, indem sie einen derart unüberlegten Mist fordern?
Haben sie sich einmal bewusst gemacht, wie sehr "Gewalt" in potentiell positiven Dingen wie Spielen (nicht Computerspielen) oder Sport verankert ist? Danach müsste nahezu jeder "durschnittstyp" bereits ein Amokläufer sein. Allein die Olympiade beinhaltet viele Sportarten die darauf abzielen sich auf Krieg vorzubereiten. Nur ein paar Beispiele:
- Marathonlauf (ein Ereignis das sogar unmittelbar aus einem Krieg stammt und seinen "ersten Sieger" das Leben gekostet hat.)
- Speer werfen
- Dauerlauf
- Bogen schießen

Gewalt an sich ist keineswegs ein Grund dafür, dass jemand durchdreht, der mit ihr konfrontiert ist. Selbiges gilt für Gewaltdarstellung (auch hier ein Beispiel: Jesus am Kreuz, eine wahnsinnig brutale Art jemanden umzubringen, laut der Bibel hat es 3 Tage gedauert, bis der arme Kerl gestorben ist. Ein Symbol, das wir tag täglich sehen), oder auch für das erleben von Gewalt in bspw. eine Schlägerei.
Und es gibt keinen Weg daran vorbeizukommen. Wo ist ihre Forderung die Wehrpflicht abzuschaffen? Hier wird mit REALEN Waffen darauf hin traniert AUF BEFEHL einen REALEN Menschen zu erschießen. Bei der Polizei? Auch hier wird das TÖTEN eines REALEN Menschen ununterbrochen simuliert. Warum drehen Sanitäter nicht reihenweise durch? Das dürfte eine der Personengruppen sein, die nahezu ununterbrochen mit Gewalt konfrontiert sind und sie am "nähesten" erleben.
Bleiben sie doch lieber bei ihren anderen Forderungen. Unterhalten sie sich mit Kindern die "Gewalt erleben". Helfen sie anderen Menschen erlebtes einzuordnen und zu berurteilen. Helfen sie Menschen "virtuelle Erlebnisse" als solche zu sehen. Zu trennen zwischen Fiktion und Realität.

Sie aber fordern eine "Bücherverbrennung" weil wenige Leute die Inhalte der Medien falsch aufnehmen und nicht verarbeiten können. Natürlich ist jeder Amoklauf tragisch, aber er ist nichts neues. Amokläufe gibt es solange es Menschen gibt. Ich empfehle ihnen mal Google zu nutzen und als Stichwort "Familiendrama" einzutippen. Jeden Tag dreht irgendwo auf der Welt ein Mensch durch völlig unabhängig vom Fernsehen, vom Computer, vom Alter, vom Bildungsstand etc.
Auch wenn es sinnvoll ist sich um jeden Menschen zu bemühen wird man derartige Fehlreaktionen niemals abschaffen können, weil Menschen nuneben mal Fehler machen, fehlerhaft reagieren, fehlerhaft agieren, etc.

Und was den "Jugendschutz" im Internet angeht - dieser hat bereits JETZT völlig lächerliche Ausmaße erreicht. Dies ist technischer Humbug - falls sie gern nähere Informationen hätten bin ich gerne bereit sie mal ein Wenig über das zu informieren was das "Internet" eigentlich ist. Hierfür sehe ich mich durchaus als qualifiziert an. Jugendschutz sollte nicht genutzt werden, weil man zu faul, zu gemütlich oder zu hilflos ist seine Kinder zu erziehen. Jugendschutz per se gehört eigentlich abgeschafft. Der Jugendschutz ist immer öfter eine Ausrede, nach der Eltern "schreien" wenn sie Verantwortung abgeben wollen, aber: Zum Kinder kriegen gehört diese Verantwortung dazu. Wenn man sie nicht tragen will, dann sollte man schlicht keine Kinder bekommen. Wenn man sie bekommt, muss man sich um sie kümmern. Das können natürlich auch außenstehende teilweise übernehmen, Lehrer, Kindergärtner, Professoren, Arbeitgeber, Freunde, Nachbarn - aber man hat nunmal eine Verantwortung. Meiner Erfahrung nach schreien die am lautesten nach "Jugendschutz" die diese gern abgeben würden, weil sie sich plötzlich darüber bewusst werden, dass man das Leben einer anderen Person nicht planen kann, weil jeder(!) Fehler macht. Auch man selbst. Mehr habe ich hierzu nicht zu sagen.

Diese E-Mail werde ich mit einem Link auf ihre Seite auch in meinem Blog veröffentlichen (http://www.fascist-tendencies.blogspot.com) Hier haben sie auch die Möglichkeit sich öffentlich in den Kommentaren zu äußern, sollten sie davon gebrauch machen wollen. Sie können mir natürlich auch gerne Anonym E-Mails senden, oder mit Namen versehen, das ist mir eigentlich egal. Es würde mich allerdings überraschen überhaupt von ihnen zu hören. Vermutlich maximal eine Anzeige, ich habe einen Amoklauf angekündigt *kopf schüttel*

Dienstag, 15. Juni 2010

Öffentlicher Druck und unabhängige Entscheidungen

Die endliche Geschichte um das Kolleg der Schulbrüder Illertissen erhält ein weiteres Kapitel.
Nachdem sowohl bei Laser87 als auch bei mir ein Kommentar aufgelaufen ist, die Presse habe alles nur aufgebauscht, möchte ich doch noch einmal zu der ganzen Geschichte Stellung nehmen.

Es mag sein, dass die Geschichte bereits vor der Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen von der Presse "aufgebauscht" wurde. Naja, es mag nicht nur sein, es ist sogar der Fall.

Ist das ein Problem?
In diesem Fall: Nein. Warum sollten wir erst auf eine Entscheidung warten, wenn es um eine Entscheidung geht die überhaupt nicht getroffen werden darf? Es ist geradezu absurd zu erwarten, dass wir die Füße still halten um nach der Entscheidung - die auch ein Schulausschluß hätte sein können - zu sagen "Das darf ja aber eigentlich nicht sein". Der Weg ist - hier - der umgekehrte. Wir sagen erst was wir nicht wollen, und was wir nicht akzeptieren können und betrachten danach die Entscheidung, ob wir gegen sie vorgehen wollen oder sogar müssen. In diesem Fall ist für die Schülerin ja alles glimpflich verlaufen, dies hätte aber auch anders kommen können. Um nochmals aus der Antwortmail der Diözese Augsburg zu zitieren:
[...]die Schülerin kann den Schulbesuch in Illertissen ohne jede Form der Beeinträchtigung fortsetzen. Der Schulträger hat die konkreten Umstände geprüft und eine Einzelfallentscheidung getroffen. 

Hier ist in meinen Augen nichts anderes herauszulesen als:
"Diese Schülerin hatte das Glück, das wir nichts tun können (oder wollen). Der nächste hat dieses Glück eventuell nicht". Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ist es nicht genau das was eine "Einzelfallentscheidung" aussagt?
So erfreulich diese Äusserung bzw. diese Verhaltensweise auch ist (als Einzelfall ;) ) so sehr fehlt das Zugeständnis an junge Erwachsene das eigentlich von Nöten ist:
"Wir unterstützen euch auf eurem Lebensweg, ob er nun mit oder ohne unserem Gott begangen wird."

Ginge es hier um Nachbars Fifi-Dackelzüchter-Verein wär mir der Ausschluß, weil Mitglied Meier seinen Dackel nicht als den einzig wahren Gott anerkennt, relativ egal, aber wir reden hier immerhin von einer höheren Schule. Einem Gymnasium. Sollte man nicht gerade an Schulen die auch Geisteswissenschaften - oder sogar besonders Geisteswissenschaften lehren tolerant und verständnisvoll genug sein zu akzeptieren und ich meine Grundlegend zu akzeptieren, dass junge Erwachsene irgendwann religionsmündig werden und zur freien Wahl der Religion eben auch ein verlassen dieser gehört?
Ich verstehe hieran so einiges nicht.
1. Wieso muss ich jemand meine Religion aufzwingen oder aufdrücken, der ihr nicht angehören will? Ich würde ja auch komisch schauen wenn jemand in meinen SKAOS Fanclub eintritt der mit der Band so überhaupt nichts anfangen kann.
2. Wieso muss jemand meiner Religion angehören um ein gleichwertiger Mensch zu sein?
3. Wenn es nicht darum geht, dass ein "nicht angehöriger meiner Religion" kein gleichwertiger Mensch ist wieso ziehe ich überhaupt in Erwägung oder halte mir überhaupt eine Option frei ihn von meiner Erziehung bzw. von der Bildung auszuschließen die er von mir erhalten könnte?

Warum keine Grundsatzentscheidung die sagt: Sobald die Religionsmündigkeit erreicht wurde, steht $Schüler frei seinen eigenen Weg zu gehen.
Für mich persönlich würde eine derart "liberale" Haltung das Bild der Kirche zumindest ein Stück weit sanieren und ganz deutlich ein Zeichen für ein Miteinander setzen.

Um nochmal auf den eigentlichen Fall einzugehen:
Hier ist angenehmerweise sowohl für die Schülerin als auch für die "selbsternannten Unterstützer" alles gut gelaufen. Wenn der öffentliche Druck dazu nicht nötig gewesen wäre - umso besser, aber die Kommentare von "Anonym" sprechen imho eher eine andere Sprache. Einerseits ist richtig, dass wir eine "freie Entscheidung" vielleicht behindert haben, andererseits dürfte diese Entscheidung in meinen Augen nicht frei sein.

Um nochmal auf meine Antwort zurück zu kommen:
Wenn es nun um Rechtsprechung ginge wäre es absolut meine Meinung, dass die Richter sich ein unabhängiges Bild unbeeinflußt von den Medien machen sollten. Darum geht es aber nicht. Es geht hier um eventuellen Trotz einer von allen Seiten subventionierten Organisation - der Kirche - konkret des Kolleg der Schulbrüder Illertissen - der von vornherein unterbunden werden sollte. Lebt die Nächstenliebe und lehrt auch die mit anderen Ansichten. Welches größere Ziel kann man erreichen als sein Wissen an die Weiterzugeben, die es hören und aufnehmen wollen? Und wie weit kann man tiefer sinken, als wenn man in Betracht zieht jemandem dieses Privileg aufgrund der Religionszugehörigkeit zu verwehren?

Sonntag, 6. Juni 2010

Islamisierung?

Jesus hilft uns allen - mein bisheriger Favorit war ja, als die moppelige Olle die PowerPoint Präsentation segnen will.

Gewisse Herren halten es für notwendig und unausweichlich jeden Vormittag, Mittag und Abend die Islamisierung Europas zu predigen und uns zu erzählen wie schlimm bald alles wird. Wenn erstmal die Spätzle durch Döner ersetzt sind, kann's ja quasi nur noch Berg ab gehen (btw. Döner stammt aus Berlin). Wo sind die ganzen Islamisten die sich mit diesem Verein gemeinsam in die Luft sprengen könnten? Das würde 2 Probleme auf einmal lösen.

Sind wir mal ehrlich: Das Problem ist keine Islamisierung und kein schleichender Wandel und blablabla. Das Problem ist seit ein paar hundert Jahren das gleiche:
Fanatische Spinner, egal welcher Religion zugehörig, die glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und ihren geistigen Dünnschiß den Kindern in den Rachen schieben.


Am Ende haben sie es geschafft den wehrlosen und aus gutem Grund noch nicht völlig mündigen ihre Propaganda so schmackhaft zu machen, dass sie bereit sind andere für "ihren Gott" umzubringen. Und teilweise die Eltern auch noch soweit das gut zu heissen. Danach ist dann das geflenne groß. "Mein Sohn/Tochter/Enkel ist tot, für seinen Gott gestorben wir sind ja ach so stolz" - Was ist das? Wie sehr kann man einem das Hirn eigentlich zerstören? Was für Drogen sind DAFÜR nötig?
Aber wir haben noch mehr Gotteskrieger. Wieder ohne Islamisten und nicht weniger bedrohlich.
Wie kann man auf der einen Seite über die Islamisierung Europas jammern und auf der anderen Seite zuschauen während kleine Kinder sich oder andere umbringen wollen um "Gott" damit einen gefallen - oder irgendwie sowas zu tun? Wie kann man diese Scheinheiligkeit unterstützen? Und das geschieht durch dieses Islamisierungsgefasel - unter anderem. Ob letztendlich ein "gottloser Nazi" um sich drischt, oder ein gesponnener christlicher Fanatiker ist doch scheißegal. Oder wegen mir auch ein Jude der da was mit "Liebe deinen Nächsten" nicht ganz verstanden hat, oder ein Moslem der ganz wie die Bildzeitung oder Pi-News (nein, kein link!) dazu in der Lage ist irgendwelche Suren aus dem Koran aus dem Zusammenhang zu reißen.
Es ist egal. Wendet euch lieber gegen Fanatiker jeglicher Art anstatt auf die einen verbal einzuschlagen und die anderen außen vor zu lassen.
Ja ich hab mir hier die Christen geschnappt - um zu zeigen wer "der wahre Feind" ist. Dummheit. Schlicht und ergreifend Dummheit. Leute denen mit Argumenten nicht beizukommen ist und die lieber ganz laut "aber ich hab recht" schreien, statt sich Gedanken zu machen. Menschen die sich über alles andere erheben ohne überhaupt zu wissen wieso oder wofür - aber sie sind besser, klüger, schneller, größer, ich weiss es nicht.

Liebe Fanatiker, ich habe eine Bitte an euch. Lernt von den Hooligans. Die Sprechen sich vor oder nach einem Spiel per Handy ab und treffen sich auf ner Wiese um sich zu schlagen. Tut es ihnen gleich und trefft euch in ner Wüste eurer Wahl um euch in die Luft zu sprengen. Ich sage euch meine vollste Unterstützung zu. Aber zieht nicht ständig unbeteiligte rein, weil sie an andere Dinge glauben. Der Punkt am Glaube ist es, dass man "glaubt", nicht das man etwas weiß, egal wie überzeugt man davon ist.
Gesteht die Toleranz die ihr für euch fordert auch den anderen zu.

Zum Abschluß noch Russell
Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, welche auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so könnte niemand meine Behauptung widerlegen, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können. Aber wenn ich nun weiterhin auf dem Standpunkt beharrte, meine unwiderlegbare Behauptung zu bezweifeln sei eine unerträgliche Anmaßung menschlicher Vernunft, dann könnte man zu Recht meinen, ich würde Unsinn erzählen. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Exzentrizität werden. Es würde dem Zweifler in einem aufgeklärten Zeitalter die Aufmerksamkeit eines Psychiaters einbringen oder die eines Inquisitors in früherer Zeit
Und natürlich Richard Dawkins
Der Grund, wieso organisierte Religion offene Feindschaft verdient, ist, dass Religion, anders als der Glaube an Russells Teekanne, mächtig, einflussreich und steuerbefreit ist und systematisch an Kinder weitergegeben wird, die zu jung sind, sich dagegen zu wehren. Kinder sind nicht gezwungen, ihre prägenden Jahre damit zu verbringen, verrückte Bücher über Teekannen auswendig zu lernen. Staatlich subventionierte Schulen schließen keine Kinder vom Unterricht aus, deren Eltern das falsche Aussehen der Teekanne bevorzugen. Teekannen-Gläubige steinigen keine Teekannen-Ungläubigen, Teekannen-Renegaten, Teekannen-Ketzer und Teekannen-Lästerer zu Tode. Mütter warnen ihre Söhne nicht davor, Teekannen-Schicksen zu heiraten, deren Eltern an drei Teekannen statt an eine glauben. Leute, die ihre Milch zuerst einschenken, schießen nicht jenen, die den Tee zuerst einschenken, die Kniescheiben weg. 
Ich könnt mal wieder kotzen. Prost Mahlzeit und gute Nacht.

Montag, 31. Mai 2010

Erziehen? Klingt fast wie zensieren...

Nachdem ich gerade mal auf jugendschutz.net rumgewühlt hab und nebenbei auf Tipps für "sicheres Surfen" gestoßen bin - um genau zu sein dieses ( http://www.jugendschutz.net/pdf/Faltblatt_Surfen.pdf ) Faltblatt und mich erst königlich amüsiert hab, bin ich dann auf die "E-Mail für Kinder" Angebote gestoßen.

Um aus den "Antworten für Eltern/Lehrer/Erziehungsberechtigte" von bspw. http://grundschulpost.zum.de/ zu zitieren:

2. Von jeder E-Mail, die an eine Grundschulpost-Adresse geschickt wird oder von einer Grundschulpost-Adresse abgesandt wird, wird eine Kopie an eine erwachsene Bezugsperson gesandt. Dadurch wollen wir dem Missbrauch des Systems vorbeugen.

Mh nur um das richtig zu verstehen: Erziehung ist gar nicht so wichtig, wenn man Inhalte auch einfach vorab filtern kann. Außerdem braucht mein Kind im Grundschulalter sowas wie eine Privatsphäre noch überhaupt nicht. Und überhaupt, wo ist das Problem, immerhin bin ich Erziehungsberechtigt und das Balg gehört mir. Das zu einem Aufwachsen und verantwortungsbewussten Umgang mit den "neuen Medien" auch gehört, das man sieht, dass die Welt nicht "gut" ist wird wohl völlig außer Acht gelassen.
Es wäre doch auch eine Option meinem Kind die Möglichkeit zu geben im Netz Erfahrungen zu sammeln und diese Erfahrungen mit ihm zu besprechen - Naja - oder ich wähle eben die Erfahrungen aus.
Ich denk mal wieder an meine Kindheit zurück. Die bösen großen Halbstarken die auf dem Spielplatz rumgelungert sind und sich beleidigt haben scheinen mich irgendwie nicht so psychisch verwirrt zu haben, oder so sehr psychisch verwirrt zu haben, dass ich es wirklich als störend Empfunden hätte, wenn meine Eltern vorher meine Konversation mit meinen Freunden - oder eben auch diesen Halbstarken - gefiltert hätten. Oder wenn ich für private Korrespondenz jedesmal einen Aufpasser gehabt hätte.
Es ist sogar so: Ich bin dankbar dafür. Auch schlechte Erfahrungen die ich gesammelt habe, sind Erfahrungen die mich in meinem Leben weiter gebracht haben. Auch die sinnlosen, beleidigenden und verletzenden Wortgefechte oder kindlichen Prügeleien mit meinen Freunden oder ehemaligen Freunden gehören dazu. Auch über die habe ich gelernt - gelernt Worte einzuordnen, gelernt Spaß zu verstehen, gelernt Sarkasmus zu verstehen, gelernt Beleidigungen zu ertragen und gelassen zu reagieren, gelernt mich zu Artikulieren - und nicht zuletzt gelernt, dass es weh tut wenn man sich prügelt.

Aber nachdem ich die Hälfte davon sowieso schon angesprochen hab hier gleich noch der 3. Punkt:
3. Jedes Kind kann sich ein Adressbuch anlegen. E-Mail-Adressen, die in diesem Adressbuch verzeichnet sind, werden unmittelbar an das Kind weiter geleitet. Alle anderen E-Mails mit unbekannten Absenderadressen werden nicht direkt an das Kind durchgestellt. An die Elternadresse allerdings schon. Das Kind erhält nur die Absenderzeile, die Betreff-Zeile und einen Warnhinweis. Dann kann es selbstständig entscheiden, ob es die Absender-E-Mail-Adresse neu in das eigene Adressbuch aufnehmen und dann die E-Mail ansehen möchte oder nicht. E-Mails mit Spam und Viren werden außerdem vom System noch einmal getrennt vorab gefiltert.

Wie würden Mami und Papi eigentlich reagieren, wenn ich hingehe und ihre Post auf Viagra Werbung  untersuche, weil ich bin sie ja aus dem Netz gewohnt. Sie als "alte Leute" kennen das mit dem Netz nicht so, ich finde ich hab da einen Erziehungsauftrag. Wen interessiert schon das Brief/Fernmeldegeheimnis, wenn es um Verwandschaft geht - und dann auch noch unmündige - weil ich sie dazu erklärt habe oder sie es tatsächlich ist. Ich entscheide was gut und was schlecht ist und gebe meiner Umwelt die Gelegenheit nicht Erfahrungen zu sammeln. Wozu auch? Es reicht doch wenn ich eine Erfahrung für schlecht befunden habe.

Ich will nicht sagen: Gebt euren Kindern Gift und wartet was passiert - Ich will sagen: respektiert die Privatsphäre eurer Kinder und wenn euch was spanisch vorkommt: REDET MIT IHNEN. Ihr seid ihre Eltern verdammt nochmal, ihr habt eine Verantwortung euren Kindern gegenüber die ihr wahrnehmen müsst und keine Gott gegebene Zensurgewalt weil es so wunderbar bequem ist.

Hier eine "Verhaltensregel" von mail4kidz.de:

Wenn dir etwas komisch vorkommt oder Angst macht, sage sofort Bescheid

Wenn du bei Mail4Kidz eine E-Mail bekommst oder etwas liest, was dir komisch vorkommt oder Angst macht, sage deinen Eltern und uns sofort Bescheid.
Dafür gibt es auf jeder Mail4Kidz-Seite links im Menü den Punkt "E-Mail an Mail4Kidz". Schreibe uns, was passiert ist und wir werden versuchen, dir zu helfen.
DAS klingt vernünftig.

Auch hier gibt es zwar zu kritisieren, dass mit recht rigorosen Spamfiltern gearbeitet wird, allerdings ist das imho dadurch zu vernachlässigen, dass eigene "Whitelists" über die Freundesliste generiert werden können. Ich habe mich jetzt nur durch die Oberflächlichen Informationen mit den beiden Systemen beschäftigt, aber in meinen Augen gehört ein Verein wie bspw.  http://grundschulpost.zum.de/ schnellstens vom Netz genommen. Etwas derartiges auch noch "Erziehern" zur Verfügung zu stellen und diese wiederum zu Faulheit und Überwachungswahnsinn zu erziehen halte ich für keinen Ansatz der funktionieren darf - geschweigedenn sich etablieren darf.
 mail4kidz im Gegenzug klingt erstmal ganz vernünftig, aber wer mir hier Gegenteiliges beweist, dem werde ich sofort den gefallen tun und die Schleichwerbung ;) hier ins Nirvana verbannen.