Nachfolgend wiedermal eine E-Mail. Diesmal an http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/ . Es gibt so unglaublich viel was mich ankotzt. Naja. Kein weiterer Kommentar bis zur Reaktion.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich beschäftige mich selbst tagtäglich mit Killerspielen und bin daher auf ihre Homepage mit dem Domain-Name "http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de" gestoßen.
Ich konnte diesen, verzeihen sie mir die Ausdrucksweise, SCHEIß! nicht unkommentiert stehen lassen, daher habe ich mich entschloßen ihnen diese E-Mail zu schreiben. Ich erwarte keine Reaktion, da meine Erfahrungen mit Vereinen wie dem ihren, bzw. den Politikern die eine Ähnliche Zielsetzung haben, eher schlecht sind. Erfahrungsgemäß blockieren sie, weil Kritik genauso verboten werden sollte, wie "Killerspiele".
Aber gut, zum eigentlichen Inhalt der Mail, ich habe von ihrer HP kopiert:
Ziele des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Vorbeugende Tätigkeit um eine Wiederholung eines Amoklaufes zu verhindern.
in diesem Zusammenhang dürften folgende Punkte stehen:
Verbot von Killerspielen (Egoshootern, Computerspiele mit Gewaltrelevantem Inhalt) die das Töten von Menschen simulieren
keine Verherrlichung der Gewalt in Medien
Einführung einer Gewaltquote in TV/Medien
Besserer Jugendschutz im Internet
Vorneweg: Ich dürfte das Musterbeispiel eines Amokläufers sein. Kurz zu meiner Person: Ich bin 25, spiele seit ungefähr 12 Jahren "Killerspiele" (nahezu ausschließlich Egoshooter, aber auch Rollenspiele und RTS/TBS (Real Time Strategy & Turn based Stragey)), bin Single, habe "bedingt" soziale Kontakte, da die meisten Menschen mich schlichtweg ankotzen. Gehöre zu keiner Gesellschaftlich akzeptierten Gruppe als Punk (hier ist anzumerken, dass ich viel Gewaltverherrlichende Musik höre), war im Zeitraum 2004 - 2006 nach Abbruch meines Informatikstudiums Arbeits-/Erwerbslos. Mein Humor dürfte sich mit den Worten "derb" beschreiben lassen und wie er sich äußert, wenn ich gerade mal wieder mit einem Scharfschützengewehr hinter einem Strauch liege und jemand durch den Kopf schieße, dürfte ihnen blankes Entsetzen ins Gesicht treiben. Desweiteren gab es eine Zeit in meinem leben in der ich Drogen genommen habe und Alkohol konsumiere ich nach wie vor.
Aber: Ich bin kein Amokläufer. Ich bin nicht Amok gelaufen und ich habe es nicht vor, auch wenn ich durchaus der Ansicht bin es würde mir sehr viel Stress ersparen wenn ein Großteil der Vollidioten die meine "Mitmenschen" sind schlichtweg Tot oder nie geboren wären.
Sie sind für "Quoten", Verbote und sog. Jugendschutz. Sie haben teilweise wirklich Sinnvolle Ziele genannt, bspw. die Sensibilisierung der Eltern für "Killerspiele", bspw. Gewaltprävention an Schulen, warum müssen sie sich aus dieser Diskussion mit "uns potentiellen Amokläufern" selbst Disqualifizieren, indem sie einen derart unüberlegten Mist fordern?
Haben sie sich einmal bewusst gemacht, wie sehr "Gewalt" in potentiell positiven Dingen wie Spielen (nicht Computerspielen) oder Sport verankert ist? Danach müsste nahezu jeder "durschnittstyp" bereits ein Amokläufer sein. Allein die Olympiade beinhaltet viele Sportarten die darauf abzielen sich auf Krieg vorzubereiten. Nur ein paar Beispiele:
- Marathonlauf (ein Ereignis das sogar unmittelbar aus einem Krieg stammt und seinen "ersten Sieger" das Leben gekostet hat.)
- Speer werfen
- Dauerlauf
- Bogen schießen
Gewalt an sich ist keineswegs ein Grund dafür, dass jemand durchdreht, der mit ihr konfrontiert ist. Selbiges gilt für Gewaltdarstellung (auch hier ein Beispiel: Jesus am Kreuz, eine wahnsinnig brutale Art jemanden umzubringen, laut der Bibel hat es 3 Tage gedauert, bis der arme Kerl gestorben ist. Ein Symbol, das wir tag täglich sehen), oder auch für das erleben von Gewalt in bspw. eine Schlägerei.
Und es gibt keinen Weg daran vorbeizukommen. Wo ist ihre Forderung die Wehrpflicht abzuschaffen? Hier wird mit REALEN Waffen darauf hin traniert AUF BEFEHL einen REALEN Menschen zu erschießen. Bei der Polizei? Auch hier wird das TÖTEN eines REALEN Menschen ununterbrochen simuliert. Warum drehen Sanitäter nicht reihenweise durch? Das dürfte eine der Personengruppen sein, die nahezu ununterbrochen mit Gewalt konfrontiert sind und sie am "nähesten" erleben.
Bleiben sie doch lieber bei ihren anderen Forderungen. Unterhalten sie sich mit Kindern die "Gewalt erleben". Helfen sie anderen Menschen erlebtes einzuordnen und zu berurteilen. Helfen sie Menschen "virtuelle Erlebnisse" als solche zu sehen. Zu trennen zwischen Fiktion und Realität.
Sie aber fordern eine "Bücherverbrennung" weil wenige Leute die Inhalte der Medien falsch aufnehmen und nicht verarbeiten können. Natürlich ist jeder Amoklauf tragisch, aber er ist nichts neues. Amokläufe gibt es solange es Menschen gibt. Ich empfehle ihnen mal Google zu nutzen und als Stichwort "Familiendrama" einzutippen. Jeden Tag dreht irgendwo auf der Welt ein Mensch durch völlig unabhängig vom Fernsehen, vom Computer, vom Alter, vom Bildungsstand etc.
Auch wenn es sinnvoll ist sich um jeden Menschen zu bemühen wird man derartige Fehlreaktionen niemals abschaffen können, weil Menschen nuneben mal Fehler machen, fehlerhaft reagieren, fehlerhaft agieren, etc.
Und was den "Jugendschutz" im Internet angeht - dieser hat bereits JETZT völlig lächerliche Ausmaße erreicht. Dies ist technischer Humbug - falls sie gern nähere Informationen hätten bin ich gerne bereit sie mal ein Wenig über das zu informieren was das "Internet" eigentlich ist. Hierfür sehe ich mich durchaus als qualifiziert an. Jugendschutz sollte nicht genutzt werden, weil man zu faul, zu gemütlich oder zu hilflos ist seine Kinder zu erziehen. Jugendschutz per se gehört eigentlich abgeschafft. Der Jugendschutz ist immer öfter eine Ausrede, nach der Eltern "schreien" wenn sie Verantwortung abgeben wollen, aber: Zum Kinder kriegen gehört diese Verantwortung dazu. Wenn man sie nicht tragen will, dann sollte man schlicht keine Kinder bekommen. Wenn man sie bekommt, muss man sich um sie kümmern. Das können natürlich auch außenstehende teilweise übernehmen, Lehrer, Kindergärtner, Professoren, Arbeitgeber, Freunde, Nachbarn - aber man hat nunmal eine Verantwortung. Meiner Erfahrung nach schreien die am lautesten nach "Jugendschutz" die diese gern abgeben würden, weil sie sich plötzlich darüber bewusst werden, dass man das Leben einer anderen Person nicht planen kann, weil jeder(!) Fehler macht. Auch man selbst. Mehr habe ich hierzu nicht zu sagen.
Diese E-Mail werde ich mit einem Link auf ihre Seite auch in meinem Blog veröffentlichen (http://www.fascist-tendencies.blogspot.com) Hier haben sie auch die Möglichkeit sich öffentlich in den Kommentaren zu äußern, sollten sie davon gebrauch machen wollen. Sie können mir natürlich auch gerne Anonym E-Mails senden, oder mit Namen versehen, das ist mir eigentlich egal. Es würde mich allerdings überraschen überhaupt von ihnen zu hören. Vermutlich maximal eine Anzeige, ich habe einen Amoklauf angekündigt *kopf schüttel*
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Samstag, 26. Juni 2010
Donnerstag, 12. März 2009
Jugendschutz im Internet
Mir fällt einfach nichts treffendes ein. Einfach gar nichts. Das ist einfach derartiger Humbug... es geht einfach nicht. Dagegen ist die Content Blocking Ideen Frau von der Leyens ja noch richtig funktionabel.
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Mittwoch, 4. März 2009
Anfrage an Fr. Ilse Elisabeth Falk (CDU)
16.02.2009
Sehr geehrte Frau Ilse Falk,
Ich habe gerade ihre Pressemitteilung ( www.ilse-falk.de ) gelesen. Ich muss sagen, was sie da von sich geben grenzt an absolute Unverschämtheit.
1) Nennen sie mir bitte nur ein einziges Land in dem Contentblocking funtktioniert. China mit seiner Grossen Firewall übrigens eingeschlossen.
2) Keiner der Kritiker verwehrt sich Frau von der Leyens Vorschlag aus Missgunst gegenüber der Kinder, oder weil wir Interesse an Kinderpornographie haben. Nur nennen sie mir bitte ein Opfer, das nicht zu schaden gekommen wäre mit dieser einzig und allein dem Wahlkampf dienenden Aktionistischen Massnahme.
3) Das Internet soll einen Atomaren Krieg überstehen, so wurde es konzipiert und konstruiert, was lässt sie auf die Idee kommen eine Blocker der auf oder vor deutschen DNS Servern läuft würde auch nur einen einzigen Interessierten davon abhalten an seine Kinderpornographischen Inhalte zu kommen? Dafür gibts andere DNS server, VPNs und ähnliches.
4) Wenn ich sie richtig verstehe, sind alle Leute die Kritik an den geforderten Massnahmen üben feinde von Kindern oder Freunde der Kinderschänderei, da wir so \"verantwortungslos\" darüber hinwegsehen. In diesem Fall Frage ich mich ob man jemanden der eine nicht gesetzlich geregelte Zensur einführen will nicht als Feind der Demokratie zu bezeichnen ist?
5) Keiner will die Geschäftemacher hinter Kinderpornos schützen, ausser dem Vorschlag Frau von der Leyens. Ich weiss nicht ob ihnen der Begriff Cache etwas sagt... aber vllt sollten sie sich über diesen Zwischenspeicher einmal Informieren und wie schnell man sich hier Strafbar macht. Anzeige zu erstatten ist unmöglich ohne selbiges zu tun. Wie auch immer, ich würde ihnen nahelegen sich über die Technischen Aspekte zu Informieren oder übersehe ich hier einen Punkt?
6) Warum sind sie so bedacht daruf die Black-List in die Hände des BKAs zu legen und nicht AI o.ä.?
Mit verärgerten Grüßen,
David Dorst
Reaktion von AOwatch.de vom 16.02.2009
Guten Tag David Dorst,
zur Zeit besteht ein reges Interesse an der von Ihnen beschriebenen
Problematik, besonders auch auf abgeordnetenwatch.de. Daher bitten wir Sie
um Verständnis dafür, dass wir vorerst nur eine Frage an Frau Falk zum
Thema zulassen. Die Antwort zur bereits gestellten Frage können Sie im
Profil von Frau Falk abonnieren, indem Sie auf den Link "Benachrichtigen,
wenn eine Antwort zu dieser Frage vorliegt" klicken. Sobald die Antwort
eingetroffen ist, werden Sie per eMail benachrichtigt.
Wir werden Frau Falk Ihre Nachricht aber zur Kenntnisnahme weiterleiten
(aus Datenschutzgründen ohne Ihre e-Mail-Adresse).
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie abgeordnetenwatch.de
weiterhin nutzen. Wenn Sie Fragen zur Moderationsentscheidung haben, dann
bitten wir um eine kurze Rückmeldung an moderation@abgeordnetenwatch.de
Den Moderations-Codex finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de/codex
Mit freundlichen Grüßen,
Christina Gärtner
(abgeordnetenwatch.de)
zur Zeit besteht ein reges Interesse an der von Ihnen beschriebenen
Problematik, besonders auch auf abgeordnetenwatch.de. Daher bitten wir Sie
um Verständnis dafür, dass wir vorerst nur eine Frage an Frau Falk zum
Thema zulassen. Die Antwort zur bereits gestellten Frage können Sie im
Profil von Frau Falk abonnieren, indem Sie auf den Link "Benachrichtigen,
wenn eine Antwort zu dieser Frage vorliegt" klicken. Sobald die Antwort
eingetroffen ist, werden Sie per eMail benachrichtigt.
Wir werden Frau Falk Ihre Nachricht aber zur Kenntnisnahme weiterleiten
(aus Datenschutzgründen ohne Ihre e-Mail-Adresse).
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie abgeordnetenwatch.de
weiterhin nutzen. Wenn Sie Fragen zur Moderationsentscheidung haben, dann
bitten wir um eine kurze Rückmeldung an moderation@abgeordnetenwatch.de
Den Moderations-Codex finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de/codex
Mit freundlichen Grüßen,
Christina Gärtner
(abgeordnetenwatch.de)
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Kinderpornographie,
Zensur
Anfrage an Fr. Hilde Mattheis (SPD)
12.02.2009
Sehr geehrte Frau Mattheis,
die Art und Weise und die Art der Vorschläge die momentan seitens gewisser Ministerien eingebracht werden wird mich wohl dazu bringen ihnen kontinuierlich weitere unangenehme Fragen stellen zu müssen.
Frau Von der Leyen macht momentan auf dem Rücken missbrauchter Kinder und mit völligem Technischen Unverstand gewappnet Wahlwerbung für Internetblockaden. Die Umstrittene Idee dürfte ihnen vermutlich bekannt sein.
Sollte es hierzu eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes geben, bzw. eine geplant sein - wie werden sie abstimmen?
Sehen sie eine Blockade des Internets nach gutdünken des BKAs auch für Sinnvoll an?
Ist ihnen bekannt, zu welchem Zweck das Internet aufgebaut wurde und das die Technischen Möglichkeiten Redundant sind um das Internet vor einem Ausfall - sowie vor einer Blockade zu schützen?
Sehen sie eine Gefahr einer "deutschen Firewall" nach chinesischem Vorbild, das nur einigermassen technisch versierte Nutzer umgehen können?
Wo würden sie die Kontrolle über die blockierten Seiten persönlich lieber sehen? Beim BKA oder bei einer humanitären Organisation wie HRW, AI oder ähnlichem?
Wenn das thema akut wird, werde ich wieder hier stehen.
Mit ärgerlichen Grüßen,
David Dorst
Antwort auf AOwatch.de vom 24.02.2009
Sehr geehrter Herr Dorst,
vielen Dank für Ihre Frage zur Initiative des Bundesfamilienministeriums, Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt zu sperren.
Kinderpornographie ist ein schweres und abscheuliches Verbrechen, das intensiv bekämpft werden muss. Dazu bedarf es einer besseren Ausstattung der Ermittlungsbehörden, einer besseren internationalen Zusammenarbeit und nicht zuletzt einer noch stärkeren gesellschaftlichen Problematisierung.
Es ist jedoch zweifelhaft, ob die Sperrung einzelner Internetseiten ein geeignetes Instrument im Kampf gegen Kinderpornographie ist. Denn die Verbreitung über das Internet organisiert sich größtenteils über Tauschbörsen und ähnlichen Programmen.
Auch der Vorschlag aus dem Bundesfamilienministerium, dass ein schlichter Vertrag zwischen der Bundesrepublik und dem Bundeskriminalamt über die Sperrung von Internetseiten entscheiden soll, wirft rechtliche Fragen auf. Bei aller Verabscheuung der Inhalte, um die es hier geht, ist dies ein Vorgang, der die Grundrechte unserer Gesellschaft betrifft. Die Fachpolitiker meiner Fraktion bewerten den Vorschlag von Frau von der Leyen deshalb als einen politischen Schnellschuss. Sollte es zu einer Gesetzesvorlage kommen, werden wir die den Nutzen und Konsequenzen von Seitensperrungen im Internet sorgfältig abwägen.
Mit freundlichen Grüßen
Hilde Mattheis
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